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Ein Film-Team des SWR Fernsehens in der cts Klinik Korbmattfelsenhof

Das gesellschaftliche Interesse an Menschen, die die Pflege eines hilfsbedürftigen Angehörigen übernehmen, hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Dass die cts Rehakliniken Korbmattfelsenhof und Schlossberg mit ihrem speziellen Vorsorge- und Reha-Konzept ein maßgeschneidertes Angebot für pflegende Angehörige umsetzen, zeigt sich einmal mehr im Interesse der öffentlichen Medien. Zum zweiten Mal ist ein Filmteam in einer unserer Kliniken, um über das Reha-Konzept für die Pflegenden zu berichten.

Das Wissenschaftsmagazin Odysso des SWR Fernsehens, das in seinen Sendungen aktuelle Themen des Zeitgeschehens aufgreift, wird am 07. März 2019 um 21:00 Uhr eine Sendung über die besonderen Belastungen pflegender Angehöriger ausstrahlen. Als ein gelungenes Beispiel für nachhaltige Unterstützung dient unser Konzept für die Pflegenden. Um unser Vorgehen darzustellen, wurde der Gesprächskreis für Pflegende gefilmt und Interviews mit Pflegenden geführt.

In den nachfolgenden Filmaufnahmen in verschiedenen Bereichen der Klinik zeigten sich die Rehabilitanden und die Mitarbeitenden begeistert vom Medieninteresse. Um den Film möglichst lebendig zu gestalten, ging ein Kollege sogar ins Wasser. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.

 

Im täglichen Spannungsfeld die richtige Balance finden

Ethik in der Rehabilitation als Schwerpunkt des gemeinsamen Neujahrsempfangs der cts Reha GmbH und der cts Rehakliniken Baden-Württemberg

Baden-Baden. Der erste gemeinsame Neujahrsempfang der vier Rehakliniken der cts stand am Mittwochabend in Baden-Baden ganz im Zeichen der Ethik. Denn die Festveranstaltung in der cts Klinik Korbmattfelsenhof war gleichzeitig der offizielle Start des neu gegründeten Ethikkomitees.

„Als katholischen Träger von Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation stellt uns das Gesundheitssystem tagtäglich vor die Herausforderung, den Spagat zwischen den Erwartungen unser Kunden auf der einen und den Ansprüchen der Mitarbeiter auf der anderen Seite zu bewältigen“, erklärte Christian Busche, Geschäftsführer der Rehakliniken, in seinem Grußwort. „Im täglichen Handeln immer die richtige Balance zwischen wirtschaftlichen Zwängen und christlichem Auftrag zu finden, ist eine große Herausforderung, der wir versuchen in unserem Leitbild eine Richtung zu geben.“

Um Mitarbeiter in ethisch schwierigen Entscheidungssituationen fundiert zu unterstützen  und für ethische Fragestellungen zu sensibilisieren, wurde im vergangenen Jahr ein standortübergreifendes Ethikkomitee der cts Rehakliniken gegründet, das sich aus jeweils zwei Mitarbeitern der vier Standorte zusammensetzt. Vertreten sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Medizin, der Pflege, der klinischen Psychologie, des Sozialdienstes und der Verwaltung. „Dass es mit der Gründung unseres Ethikkomitees  auf vorzügliche Weise gelungen ist, dem Rehaverbund sinnstiftende Strukturen einzuhauchen, erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit“, resümierte Christian Busche.

Um das ethische Spannungsfeld zu vertiefen, war Prof. Dr. Giovanni Maio, Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universität Freiburg, für einen Impulsvortrag eingeladen worden. Unter dem Titel „Warum Ethik in der Rehabilitation?“ sprach er eindrücklich über die Sorge und Fürsorge, die eine wichtige Rolle in der Beziehung zwischen Pflegekräften und Patienten spielen. „Ziel und Verantwortung  der Rehabilitation ist es, den Menschen wieder eine aktive Teilhabe am Leben zu ermöglichen. Auf dem Weg dahin ist der  Aspekt der Sorge zu berücksichtigen“, sagte der Mediziner. Dazu brauche es Vertrauen und eine Begegnung auf Augenhöhe. „Die Aufgabe der Reha besteht auch darin,  die Fürsorge eines Menschen für einen anderen in den Vordergrund zu stellen und zum erfahrbaren Ausdruck zu machen.“

Stephan Manstein gratulierte als Mitglied der cts-Geschäftsleitung zur  Gründung dieses Ethikkomitees: „Dieses Instrument kann einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Leitbildes liefern. Wir sind aufgerufen, gemeinsam nach adäquaten Lösungen zu suchen, die unserer christlich-ethischen Grundhaltung und der ökonomischen Realität gerecht zu werden.“ Bei dieser gemeinsamen Suche  könne ein Ethikkomitee unterstützen – sowohl zum Wohle der Mitarbeitenden, als auch und insbesondere zum Wohle der Menschen, die in unseren Einrichtungen versorgt werden. Manstein dankte allen, die sich im Ethikkomitee engagieren und sagte für die Zukunft die volle Unterstützung des neuen Geschäftsbereichs christliche Unternehmenskultur zu, dessen Leitung er übernehmen wird.

Dr. Oliver Maier-Börries, Vorsitzender des Ethikkomitees und Ärztlicher Direktor der cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH, skizzierte das Komitee als Ausdruck eines lebendigen Rehaverbundkonzeptes. „Als ich mich Ende 2017 bei einem Workshop spontan gemeldet habe, die Gründung eines Ethikkomitees zu organisieren, war mir nicht klar, was alles auf mich zukommen würde.“ Er hob auch die besonderen Verdienste und Bemühungen von Dr. Maria Blatt-Bodewig, Leiterin der Stabsstelle Ethik bei der cts, hervor, ohne deren Hilfe die Grünung nicht möglich gewesen wäre. „Es war zwar viel Arbeit, aber heute sind wir stolz auf das bisher Erreichte“, resümierte Maier-Börries die vergangenen Monate.

Gela Sonnenschein, die seit April 2018 die gemeinsame Geschäftsführung der cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH mit Christian Busche innehat, schloss mit den Worten: „Wir sind dankbar, dass wir der Ethik einen  Platz in unserem täglichen Arbeiten einräumen dürfen.“ Nach der gelungenen und inspirierenden Premiere eines gemeinsamen Neujahrsempfanges hofft sie, alle  Gäste auch im nächsten Jahr wieder begrüßen zu dürfen.

Weihnachten und Silvester in den cts Kliniken

"Herz außer Takt" - die Infoveranstaltung zur Herzwoche am 14.11.2018

Wie kann man sich vor der Volkskrankheit Vorhofflimmern und seiner größten Gefahr, dem Schlaganfall, schützen?

Wie kommt es zu Vorhofflimmern und wer ist besonders gefährdet?

 

Wie wird Vorhofflimmern festgestellt? Welche Therapien helfen?

 

Antworten auf diese und weitere Fragen geben Ihnen unsere Herzspezialisten der Deutschen Herzstiftung

Treffen der Controller der AOK Baden-Württemberg mit dem Management der cts Rehakliniken

Am 11. Juli 2018 trafen sich die Controller der AOK Baden-Württemberg mit Kollegen aus dem Management der cts Rehakliniken zu einem Erfahrungsaustausch zwischen Leistungserbringern und Leistungsträgern. Herr Dr. Wiedemann, Chefarzt der Klinik Schlossberg, informierte über die Indikationen der Klinik, das Aufnahmeverfahren für Rehabilitanden und den Weg eines Patienten durch die Rehabilitation. Bettina Asche erläuterte die Qualitätsanforderungen, denen Rehabilitationskliniken gerecht werden müssen und die damit verbundenen kontinuierlichen externen Prüfungen und Zertifizierungen. Diskutiert wurden Fragen der Nachhaltigkeit und die Bedeutung der Digitalisierung für die Rehabilitation. Brigitte Ilie-Alpert, Managerin der Klinik Schlossberg und Gastgeberin des Meetings, freute sich über einen gelungen Tag, aus dem jede Seite vielfältige Anregungen in den Arbeitsalltag mitnehmen konnte.
 

6. Bad Liebenzeller Firmenlauf

Am 13.06.2018 war es wieder soweit für den Start des 6. Bad Liebenzeller Firmenlaufs.
Die Lauf/ -und Walkinggruppe der cts Klinik Schloßberg war auch wieder mit je 5 Sportlern erfolgreich am Start.
 
Die Strecke (ca. 5 km) führte nach einer kleinen Eröffnungsrunde im Kurpark weiter durch den Kurpark, den SopHi Park, vorbei am Apothekengarten entlang der Nagold und der Minigolfanlage zurück zum Kurhaus.
Diese Strecke durfte dann von allen Sportlern je 3mal absolviert werden.
 
Unsere Walkerin Maria belegte den 3. Platz und das Frauen Walkingteam ebenso Platz 3. Das Frauen Läuferteam kam auf Platz 5 von 17 Frauenmannschaften.
Eine Männermannschaft gab es leider nicht, da nur 2 Herren am Start waren. An der Männerquote muss daher noch gearbeitet werden.
 
Die Saison ist noch nicht vorbei, denn es geht am 20.09. nach Pforzheim und am 26.09. nach Ludwigsburg.

 

Die Kliniken in die Zukunft führen Geschäftsführerwechsel bei den cts Rehakliniken Baden-Württemberg: Gela Sonnenschein folgt auf Claus Bannert

Gela Sonnenschein ist seit dem 1. April 2018 Mitglied der Geschäftsführung der cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH und führt künftig gemeinsam mit Christian Busche die Gesellschaft. Ihre Einführung und gleichzeitig die Verabschiedung ihres Vorgängers Claus Bannert wurden am Freitag bei einer Feierstunde offiziell begangen.
Die drei Kliniken der cts Rehakliniken GmbH Baden-Württemberg stehen seit Januar 2017 unter der vollständigen Trägerschaft der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts). Zuvor hatte die cts seit 2014 49 Prozent der Gesellschaftsanteile der ehemaligen AOK-Kliniken gehalten. „Es war damals für uns eine strategische und unternehmenspolitische Entscheidung, um unser Einrichtungsportfolio im Reha-Bereich auszubauen und damit der zunehmenden Bedeutung der Rehabilitation Rechnung zu tragen“, erklärte cts-Geschäftsführer Rafael Lunkenheimer bei seiner Begrüßungsrede. In die medizinische und bauliche Weiterentwicklung der Kliniken werde in den nächsten drei Jahren 18 Millionen in die drei Standorte Schlossberg in Bad-Liebenzell, Stöckenhöfe in Wittnau bei Freiburg und Korbmattfelsenhof in Baden-Baden investiert.
Lunkenheimer bedankte sich bei Claus Bannert für die Begleitung dieses Integrationsprozesses von den AOK-Kliniken zur cts in den zurückliegenden Jahren und für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit: „Dabei kam Ihnen eine zentrale Rolle zu; zunächst als Bindeglied, später als Integrations- und Identifikationsfigur.“ Bannert ist seit dem 1. April wieder in der Hauptverwaltung der AOK-Baden-Württemberg tätig und dort für das Immobilienmanagement zuständig. Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg machte deutlich, dass die AOK auch in Zukunft ein „verlässlicher Partner der cts“ bleiben werde.
Bannert selbst blickt auf mehr als 10 Jahre als Geschäftsführer der Reha-Kliniken zurück. Zu seinem Amtsantritt 2007 standen die Kliniken vor einer wirtschaftlich ungewissen Zukunft. Die zurückliegende Erfolgsgeschichte zu einem solide aufgestellten Reha-Verbund bezeichnete er als „Expedition“. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge bedankte sich Bannert bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gemeinsame Zeit und übergab einen symbolischen Staffelstab an seine Nachfolgerin Gela Sonnschein. „Sie übernehmen hier ein tolles Team“, gab er der der studierten Gesundheitsökonomin mit auf den Weg.

Gela Sonnenschein war zuvor, nach mehreren Stationen bei privaten Krankenhaus- und Rehaklinik-Trägern, als Kaufmännische Leiterin der Rehaklinik Glotterbad, Glottertal und des Zentrums für Ambulante psychosomatische Rehabilitation in Freiburg, beides Einrichtungen der DRV Baden-Württemberg, tätig. „Ich finde hier eine hervorragende Grundlage für die Gestaltung der zukünftigen Aufgaben“, betonte die 35-jährige. „Es kommen einige Herausforderungen auf den Reha-Markt zu, aber wir haben eine gute Ausgangsposition. Ich freue mich auf die anstehenden Aufgaben, nachhaltig sichere Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter anzubieten und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen. Ich bin sicher, dass Versorgungsqualität und Mitarbeiterzufriedenheit Hand in Hand gehen.“
cts-Geschäftsführer Rafael Lunkenheimer zeigte sich erfreut, eine gute Lösung für die Nachfolge gefunden zu haben: „Frau Sonnenschein hat uns mit ihrer wirtschaftlichen Expertise, ihren umfassenden Erfahrungen im Personal- und Qualitätsmanagement sowie ihrer offenen und kommunikativen Art überzeugt. Sie ist eine Team-Playerin, die mit ihrem Denken und Handeln hervorragend in die cts-Familie passt.“

Auch Sonnenscheins zukünftiger Geschäftsführer-Partner Christian Busche zeigte sich nach den ersten drei Wochen gemeinsamer Arbeit begeistert. „Wir hätten keine bessere Wahl treffen können“, sagte Busche. „Die Aufgaben sind anspruchsvoll, die Herausforderungen gewaltig. Aber die bisherigen Begegnungen stimmen mich optimistisch, dass wir gemeinsam die Weichen für eine tragfähige, wirtschaftlich solide Grundlage stellen werden.“

v.l.n.r – Herr Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender AOK Baden-Württemberg
Herr Christian Busche, Geschäftsführung cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH
Frau Gela Sonnenschein, Geschäftsührung cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH
Herr Rafael Lunkenheimer, Geschäftsführer cts mbH
Herr Prof. Dr. Gerhard Vigener, Aufsichtsratsvorsitzender cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH

Neu in der Geschäftsführung der cts - Frau Gela Sonnenschein

Seit dem 01. April 2018 ist Frau Gela Sonnenschein Mitglied der Geschäftsführung der cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH und führt künftig gemeinsam mit Christian Busche die Gesellschaft. Sie tritt damit die Nachfolge von Herrn Claus Bannert an, der eine neue berufliche Herausforderung bei der AOK Baden-Württemberg  annimmt.

Frau Sonnenschein war zuvor, nach meherern Station bei privaten Krankenhaus- und Rehaklinikträgernals Kaufmännische Leiterin der Rehaklinik Glotterbad, Glottertal und des Zentrums für Ambulante psychosomatische Rehabilitation in Freiburg, beides Einrichtungen der DRV Baden-Württemberg, tätig. Wie freuen uns sehr, dass wir Frau Sonnenschein für diese Aufgabe gewinnen konnten und auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Wir danken Herrn Bannert für seine äußerst engagierte und erfolgreiche Arbeit rund um den vollzogenen Gesellschafterwechsel bei der ehemaligen AOK Klinik GmbH und für seinen großen Einsatz für die Kliniken und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im cts-Rehaverbund.

Wir wünschen Frau Sonnenschein und Herrn Bannert für ihre neuen beruflichen Aufgaben von Herzen alles Gute und Gottes Segen.

Eine offizielle Veranstaltung zur Verabschiedung von Herrn Bannert und zur Einführung von Frau Sonnenschein findet am Freitag, 27. April, in der cts Klinik Korbmattfelsenhof in Baden-Baden statt.

 

Oberbürgermeisterin Mergen lädt das Unternehmerforum zur "Visite" in Korbmattfelsenhof ein

Interview mit Dr. Dr. Reiner Baumgärtner, Chefarzt der cts Klinik Korbmattfelsenhof

„Patienten auf ihren Alltag zuhause vorbereiten“
Dr. Reiner Baumgärtner, Chefarzt der cts Reha Klinik Korbmattfelsenhof, legt viel Wert auf Widereingliederung

Ärzte, Therapeuten und Fachkräfte arbeiten in der cts Klinik Korbmattfelsenhof in Baden-Baden Hand in Hand, um ihren Patienten  eine individuelle, umfangreiche und effiziente Behandlung zu ermöglichen. Dr. Reiner Baumgärtner ist seit 2009 Chefarzt der Rehaklinik, die auf kardiologische Rehabilitation spezialisiert ist.

Am Fuße des Korbmattfelsen kommen Patienten mit überwiegend kardiologischen Leiden, um nach einer Operation wieder fit gemacht zu werden und im besten Fall wieder selbständig den Alltag meistern zu können. „Wir sehen das komplette Spektrum der Kardiologie und Kardiochirurgie. Häufig  sind Patienten nach Bypass- und nach  Herzklappenoperationen, nach OPs an den herznahen Gefäßen, aber auch Patienten mit Kunstherzen bei schwerer Herzschwäche. Von den nicht operierten Patienten stellen Herzinfarktpatienten nach Intervention am Herzkranzgefäßsystem den Löwenanteil“, zählt Dr. Reiner Baumgärtner auf, der seit über 20 Jahren in der Klinik arbeitet und seit 2009 Chefarzt ist.

Ursprünglich kommt Baumgärtner aus Tübingen, wo er auch studiert hat. Seinen Facharzt mit den Schwerpunkten Hämatologie/Onkologie sowie Diabetologie und Intensivmedizin machte er am Bürgerhospital in Stuttgart, bevor er 1996 nach Baden-Baden kam.

In dieser Zeit hat der Mediziner viel erlebt und beobachtet, wie die Patienten immer älter werden. „Die Medizin entwickelt sich stetig weiter. Heute operiert man Patienten, die man früher nicht behandeln konnte“, erklärt der 53-Jährige. „Sie haben mehrere Krankheiten und bräuchten eigentlich eine längere Nachbetreuung. Das, was früher an Nachsorge in den Krankenhäusern gemacht wurde, übernimmt heute wegen der sehr frühen Verlegung zum Teil die Rehabilitation.“ Mit ‚normaler Reha‘, wie man es sich vorstellt, habe das oft nur noch sehr wenig zu tun. „Zu uns kommen zum Teil sehr schwer erkrankte Menschen. Oft liegt unser Hauptaugenmerk auf der Medikamentenanpassung und Einstellung der Geräte, die die Menschen jetzt in sich tragen.“

Als Chefarzt sieht Dr. Baumgärtner jeden der insgesamt 145 Patienten mindestens einmal während seines rund dreiwöchigen Aufenthalts. In Gruppenbesprechungen mit seinen acht ärztlichen Kollegen, den Psychotherapeuten und Pflegekräften werden die Fälle besprochen, um keine Informationsverluste zu haben. „Wir erstellen gemeinsam mit den Patienten ein jeweils passgenaues Konzept mit einem ganz konkreten Ziel, was wir während seines Aufenthalts hier erreichen wollen“, sagt er. „Daran arbeiten wir fachbereichsübergreifend mit dem gesamten Team.“

Jeder Patient bekommt dann ein eigens auf ihn zugeschnittenes Therapieprogramm, bestehend aus Gruppen- und Einzeltherapie, ärztlichen Untersuchungen, Massagen, Vorträgen und vielem mehr. „Gruppentherapie macht den Patienten oft mehr Spaß als alleine zu trainieren“, weiß Baumgärtner. „Viele Patienten haben früher nie Sport gemacht, für sie ist es besonders wichtig, ihre Alltagsaktivitäten langsam wieder zu steigern.“ Sport ist für den Arzt ein „Universalspezifikum“, es sei für fast alles gut und hat wenig Nebenwirkungen: „In der Kardiologie war Ausdauer schon immer der klassische Sport. Früher sagte man, Krafttraining würde das Herz schädigen. Aber seit Ende der 90er Jahre weiß man, dass es auch viel Guten tun kann.“ Für die Zeit nach dem Klinikaufenthalt gibt er die Empfehlung, sich einer ambulanten Herzgruppe anzuschließen.

Rund 15 Betten sind in Korbmattfelsenhof für pflegende Angehörige reserviert. Dieses besondere Programm soll Entlastung und Vorsorge verbinden. „Pflegende Angehörige sind in ihrem Alltag besonderen Belastungen ausgesetzt“, erklärt Dr. Reiner Baumgärtner. „Unser Ziel ist es, die körperliche und seelische Gesundheit nachhaltig zu stärken.“ Neben medizinischer Betreuung gibt es dazu ein umfangreiches Angebot von Psychologischer Beratung über Ernährungsberatung und Entspannung bis hin zu Wasseranwendungen, Bewegungs- und Sporttherapie. Das Programm sei eine gute Ergänzung, findet Baumgärtner.

Damit der Erfolg der Behandlungen lange erhalten bleibt, werden die Patienten darin unterstützt, auch nach der Rehabilitation Möglichkeiten der nachstationären Therapie in Eigenregie wahrzunehmen. „Bei der Auswahl des persönlichen Nachsorgeprogramms stehen die individuellen Möglichkeiten unserer Patienten im Mittelpunkt. Gemeinsam mit ihnen wird die Nachsorge geplant“, sagt der Chefarzt, dem es ein besonderes Anliegen ist, dass es Zuhause weiter geht. „Mit steigender Zahl von Eingriffen hat auch die Bedeutung der Reha zugenommen“, so Baumgärtner. „Heutzutage gibt es dank moderner Medizin immer komplexere Eingriffe  und oft wird mit den Patienten nicht ausreichend besprochen, was das für ihr weiteres Leben bedeutet. In Korbmattfelsenhof wollen wir sie mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, auf ihren weiteren Alltag vorbereiten.“

 

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