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Im täglichen Spannungsfeld die richtige Balance finden

Baden-Baden. Der erste gemeinsame Neujahrsempfang der vier Rehakliniken der cts stand am Mittwochabend in Baden-Baden ganz im Zeichen der Ethik. Denn die Festveranstaltung in der cts Klinik Korbmattfelsenhof war gleichzeitig der offizielle Start des neu gegründeten Ethikkomitees.

„Als katholischen Träger von Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation stellt uns das Gesundheitssystem tagtäglich vor die Herausforderung, den Spagat zwischen den Erwartungen unser Kunden auf der einen und den Ansprüchen der Mitarbeiter auf der anderen Seite zu bewältigen“, erklärte Christian Busche, Geschäftsführer der Rehakliniken, in seinem Grußwort. „Im täglichen Handeln immer die richtige Balance zwischen wirtschaftlichen Zwängen und christlichem Auftrag zu finden, ist eine große Herausforderung, der wir versuchen in unserem Leitbild eine Richtung zu geben.“

Um Mitarbeiter in ethisch schwierigen Entscheidungssituationen fundiert zu unterstützen  und für ethische Fragestellungen zu sensibilisieren, wurde im vergangenen Jahr ein standortübergreifendes Ethikkomitee der cts Rehakliniken gegründet, das sich aus jeweils zwei Mitarbeitern der vier Standorte zusammensetzt. Vertreten sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Medizin, der Pflege, der klinischen Psychologie, des Sozialdienstes und der Verwaltung. „Dass es mit der Gründung unseres Ethikkomitees  auf vorzügliche Weise gelungen ist, dem Rehaverbund sinnstiftende Strukturen einzuhauchen, erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit“, resümierte Christian Busche.

Um das ethische Spannungsfeld zu vertiefen, war Prof. Dr. Giovanni Maio, Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universität Freiburg, für einen Impulsvortrag eingeladen worden. Unter dem Titel „Warum Ethik in der Rehabilitation?“ sprach er eindrücklich über die Sorge und Fürsorge, die eine wichtige Rolle in der Beziehung zwischen Pflegekräften und Patienten spielen. „Ziel und Verantwortung  der Rehabilitation ist es, den Menschen wieder eine aktive Teilhabe am Leben zu ermöglichen. Auf dem Weg dahin ist der  Aspekt der Sorge zu berücksichtigen“, sagte der Mediziner. Dazu brauche es Vertrauen und eine Begegnung auf Augenhöhe. „Die Aufgabe der Reha besteht auch darin,  die Fürsorge eines Menschen für einen anderen in den Vordergrund zu stellen und zum erfahrbaren Ausdruck zu machen.“

Stephan Manstein gratulierte als Mitglied der cts-Geschäftsleitung zur  Gründung dieses Ethikkomitees: „Dieses Instrument kann einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Leitbildes liefern. Wir sind aufgerufen, gemeinsam nach adäquaten Lösungen zu suchen, die unserer christlich-ethischen Grundhaltung und der ökonomischen Realität gerecht zu werden.“ Bei dieser gemeinsamen Suche  könne ein Ethikkomitee unterstützen – sowohl zum Wohle der Mitarbeitenden, als auch und insbesondere zum Wohle der Menschen, die in unseren Einrichtungen versorgt werden. Manstein dankte allen, die sich im Ethikkomitee engagieren und sagte für die Zukunft die volle Unterstützung des neuen Geschäftsbereichs christliche Unternehmenskultur zu, dessen Leitung er übernehmen wird.

Dr. Oliver Maier-Börries, Vorsitzender des Ethikkomitees und Ärztlicher Direktor der cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH, skizzierte das Komitee als Ausdruck eines lebendigen Rehaverbundkonzeptes. „Als ich mich Ende 2017 bei einem Workshop spontan gemeldet habe, die Gründung eines Ethikkomitees zu organisieren, war mir nicht klar, was alles auf mich zukommen würde.“ Er hob auch die besonderen Verdienste und Bemühungen von Dr. Maria Blatt-Bodewig, Leiterin der Stabsstelle Ethik bei der cts, hervor, ohne deren Hilfe die Grünung nicht möglich gewesen wäre. „Es war zwar viel Arbeit, aber heute sind wir stolz auf das bisher Erreichte“, resümierte Maier-Börries die vergangenen Monate.

Gela Sonnenschein, die seit April 2018 die gemeinsame Geschäftsführung der cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH mit Christian Busche innehat, schloss mit den Worten: „Wir sind dankbar, dass wir der Ethik einen  Platz in unserem täglichen Arbeiten einräumen dürfen.“ Nach der gelungenen und inspirierenden Premiere eines gemeinsamen Neujahrsempfanges hofft sie, alle  Gäste auch im nächsten Jahr wieder begrüßen zu dürfen.

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Ein Film-Team des SWR Fernsehens in der cts Klinik Korbmattfelsenhof

Das gesellschaftliche Interesse an Menschen, die die Pflege eines hilfsbedürftigen Angehörigen übernehmen, hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Dass die cts Rehakliniken Korbmattfelsenhof und Schlossberg mit ihrem speziellen Vorsorge- und Reha-Konzept ein maßgeschneidertes Angebot für pflegende Angehörige umsetzen, zeigt sich einmal mehr im Interesse der öffentlichen Medien. Zum zweiten Mal ist ein Filmteam in einer unserer Kliniken, um über das Reha-Konzept für die Pflegenden zu berichten.

Das Wissenschaftsmagazin Odysso des SWR Fernsehens, das in seinen Sendungen aktuelle Themen des Zeitgeschehens aufgreift, wird am 07. März 2019 um 21:00 Uhr eine Sendung über die besonderen Belastungen pflegender Angehöriger ausstrahlen. Als ein gelungenes Beispiel für nachhaltige Unterstützung dient unser Konzept für die Pflegenden. Um unser Vorgehen darzustellen, wurde der Gesprächskreis für Pflegende gefilmt und Interviews mit Pflegenden geführt.

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In den nachfolgenden Filmaufnahmen in verschiedenen Bereichen der Klinik zeigten sich die Rehabilitanden und die Mitarbeitenden begeistert vom Medieninteresse. Um den Film möglichst lebendig zu gestalten, ging ein Kollege sogar ins Wasser.

Treffen der Controller der AOK Baden-Württemberg mit dem Management der cts Rehakliniken

Am 11. Juli 2018 trafen sich die Controller der AOK Baden-Württemberg mit Kollegen aus dem Management der cts Rehakliniken zu einem Erfahrungsaustausch zwischen Leistungserbringern und Leistungsträgern. Herr Dr. Wiedemann, Chefarzt der Klinik Schlossberg, informierte über die Indikationen der Klinik, das Aufnahmeverfahren für Rehabilitanden und den Weg eines Patienten durch die Rehabilitation. Bettina Asche erläuterte die Qualitätsanforderungen, denen Rehabilitationskliniken gerecht werden müssen und die damit verbundenen kontinuierlichen externen Prüfungen und Zertifizierungen. Diskutiert wurden Fragen der Nachhaltigkeit und die Bedeutung der Digitalisierung für die Rehabilitation. Brigitte Ilie-Alpert, Managerin der Klinik Schlossberg und Gastgeberin des Meetings, freute sich über einen gelungen Tag, aus dem jede Seite vielfältige Anregungen in den Arbeitsalltag mitnehmen konnte.
 

Die Kliniken in die Zukunft führen Geschäftsführerwechsel bei den cts Rehakliniken Baden-Württemberg: Gela Sonnenschein folgt auf Claus Bannert

Gela Sonnenschein ist seit dem 1. April 2018 Mitglied der Geschäftsführung der cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH und führt künftig gemeinsam mit Christian Busche die Gesellschaft. Ihre Einführung und gleichzeitig die Verabschiedung ihres Vorgängers Claus Bannert wurden am Freitag bei einer Feierstunde offiziell begangen.
Die drei Kliniken der cts Rehakliniken GmbH Baden-Württemberg stehen seit Januar 2017 unter der vollständigen Trägerschaft der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts). Zuvor hatte die cts seit 2014 49 Prozent der Gesellschaftsanteile der ehemaligen AOK-Kliniken gehalten. „Es war damals für uns eine strategische und unternehmenspolitische Entscheidung, um unser Einrichtungsportfolio im Reha-Bereich auszubauen und damit der zunehmenden Bedeutung der Rehabilitation Rechnung zu tragen“, erklärte cts-Geschäftsführer Rafael Lunkenheimer bei seiner Begrüßungsrede. In die medizinische und bauliche Weiterentwicklung der Kliniken werde in den nächsten drei Jahren 18 Millionen in die drei Standorte Schlossberg in Bad-Liebenzell, Stöckenhöfe in Wittnau bei Freiburg und Korbmattfelsenhof in Baden-Baden investiert.
Lunkenheimer bedankte sich bei Claus Bannert für die Begleitung dieses Integrationsprozesses von den AOK-Kliniken zur cts in den zurückliegenden Jahren und für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit: „Dabei kam Ihnen eine zentrale Rolle zu; zunächst als Bindeglied, später als Integrations- und Identifikationsfigur.“ Bannert ist seit dem 1. April wieder in der Hauptverwaltung der AOK-Baden-Württemberg tätig und dort für das Immobilienmanagement zuständig. Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg machte deutlich, dass die AOK auch in Zukunft ein „verlässlicher Partner der cts“ bleiben werde.
Bannert selbst blickt auf mehr als 10 Jahre als Geschäftsführer der Reha-Kliniken zurück. Zu seinem Amtsantritt 2007 standen die Kliniken vor einer wirtschaftlich ungewissen Zukunft. Die zurückliegende Erfolgsgeschichte zu einem solide aufgestellten Reha-Verbund bezeichnete er als „Expedition“. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge bedankte sich Bannert bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gemeinsame Zeit und übergab einen symbolischen Staffelstab an seine Nachfolgerin Gela Sonnschein. „Sie übernehmen hier ein tolles Team“, gab er der der studierten Gesundheitsökonomin mit auf den Weg.

Gela Sonnenschein war zuvor, nach mehreren Stationen bei privaten Krankenhaus- und Rehaklinik-Trägern, als Kaufmännische Leiterin der Rehaklinik Glotterbad, Glottertal und des Zentrums für Ambulante psychosomatische Rehabilitation in Freiburg, beides Einrichtungen der DRV Baden-Württemberg, tätig. „Ich finde hier eine hervorragende Grundlage für die Gestaltung der zukünftigen Aufgaben“, betonte die 35-jährige. „Es kommen einige Herausforderungen auf den Reha-Markt zu, aber wir haben eine gute Ausgangsposition. Ich freue mich auf die anstehenden Aufgaben, nachhaltig sichere Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter anzubieten und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen. Ich bin sicher, dass Versorgungsqualität und Mitarbeiterzufriedenheit Hand in Hand gehen.“
cts-Geschäftsführer Rafael Lunkenheimer zeigte sich erfreut, eine gute Lösung für die Nachfolge gefunden zu haben: „Frau Sonnenschein hat uns mit ihrer wirtschaftlichen Expertise, ihren umfassenden Erfahrungen im Personal- und Qualitätsmanagement sowie ihrer offenen und kommunikativen Art überzeugt. Sie ist eine Team-Playerin, die mit ihrem Denken und Handeln hervorragend in die cts-Familie passt.“

Auch Sonnenscheins zukünftiger Geschäftsführer-Partner Christian Busche zeigte sich nach den ersten drei Wochen gemeinsamer Arbeit begeistert. „Wir hätten keine bessere Wahl treffen können“, sagte Busche. „Die Aufgaben sind anspruchsvoll, die Herausforderungen gewaltig. Aber die bisherigen Begegnungen stimmen mich optimistisch, dass wir gemeinsam die Weichen für eine tragfähige, wirtschaftlich solide Grundlage stellen werden.“

v.l.n.r – Herr Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender AOK Baden-Württemberg
Herr Christian Busche, Geschäftsführung cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH
Frau Gela Sonnenschein, Geschäftsührung cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH
Herr Rafael Lunkenheimer, Geschäftsführer cts mbH
Herr Prof. Dr. Gerhard Vigener, Aufsichtsratsvorsitzender cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH

6. Bad Liebenzeller Firmenlauf

Am 13.06.2018 war es wieder soweit für den Start des 6. Bad Liebenzeller Firmenlaufs.
Die Lauf/ -und Walkinggruppe der cts Klinik Schloßberg war auch wieder mit je 5 Sportlern erfolgreich am Start.
 
Die Strecke (ca. 5 km) führte nach einer kleinen Eröffnungsrunde im Kurpark weiter durch den Kurpark, den SopHi Park, vorbei am Apothekengarten entlang der Nagold und der Minigolfanlage zurück zum Kurhaus.
Diese Strecke durfte dann von allen Sportlern je 3mal absolviert werden.
 
Unsere Walkerin Maria belegte den 3. Platz und das Frauen Walkingteam ebenso Platz 3. Das Frauen Läuferteam kam auf Platz 5 von 17 Frauenmannschaften.
Eine Männermannschaft gab es leider nicht, da nur 2 Herren am Start waren. An der Männerquote muss daher noch gearbeitet werden.
 
Die Saison ist noch nicht vorbei, denn es geht am 20.09. nach Pforzheim und am 26.09. nach Ludwigsburg.

Neu in der Geschäftsführung der cts - Frau Gela Sonnenschein

Seit dem 01. April 2018 ist Frau Gela Sonnenschein Mitglied der Geschäftsführung der cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH und führt künftig gemeinsam mit Christian Busche die Gesellschaft. Sie tritt damit die Nachfolge von Herrn Claus Bannert an, der eine neue berufliche Herausforderung bei der AOK Baden-Württemberg  annimmt.

Frau Sonnenschein war zuvor, nach meherern Station bei privaten Krankenhaus- und Rehaklinikträgernals Kaufmännische Leiterin der Rehaklinik Glotterbad, Glottertal und des Zentrums für Ambulante psychosomatische Rehabilitation in Freiburg, beides Einrichtungen der DRV Baden-Württemberg, tätig. Wie freuen uns sehr, dass wir Frau Sonnenschein für diese Aufgabe gewinnen konnten und auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Wir danken Herrn Bannert für seine äußerst engagierte und erfolgreiche Arbeit rund um den vollzogenen Gesellschafterwechsel bei der ehemaligen AOK Klinik GmbH und für seinen großen Einsatz für die Kliniken und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im cts-Rehaverbund.

Wir wünschen Frau Sonnenschein und Herrn Bannert für ihre neuen beruflichen Aufgaben von Herzen alles Gute und Gottes Segen.

Eine offizielle Veranstaltung zur Verabschiedung von Herrn Bannert und zur Einführung von Frau Sonnenschein findet am Freitag, 27. April, in der cts Klinik Korbmattfelsenhof in Baden-Baden statt.

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Oberbürgermeisterin Mergen lädt das Unternehmerforum zur "Visite" in Korbmattfelsenhof ein

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Interview mit Dr. Dr. Reiner Baumgärtner, Chefarzt der cts Klinik Korbmattfelsenhof

„Patienten auf ihren Alltag zuhause vorbereiten“
Dr. Reiner Baumgärtner, Chefarzt der cts Reha Klinik Korbmattfelsenhof, legt viel Wert auf Widereingliederung

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Ärzte, Therapeuten und Fachkräfte arbeiten in der cts Klinik Korbmattfelsenhof in Baden-Baden Hand in Hand, um ihren Patienten  eine individuelle, umfangreiche und effiziente Behandlung zu ermöglichen. Dr. Reiner Baumgärtner ist seit 2009 Chefarzt der Rehaklinik, die auf kardiologische Rehabilitation spezialisiert ist.

Am Fuße des Korbmattfelsen kommen Patienten mit überwiegend kardiologischen Leiden, um nach einer Operation wieder fit gemacht zu werden und im besten Fall wieder selbständig den Alltag meistern zu können. „Wir sehen das komplette Spektrum der Kardiologie und Kardiochirurgie. Häufig  sind Patienten nach Bypass- und nach  Herzklappenoperationen, nach OPs an den herznahen Gefäßen, aber auch Patienten mit Kunstherzen bei schwerer Herzschwäche. Von den nicht operierten Patienten stellen Herzinfarktpatienten nach Intervention am Herzkranzgefäßsystem den Löwenanteil“, zählt Dr. Reiner Baumgärtner auf, der seit über 20 Jahren in der Klinik arbeitet und seit 2009 Chefarzt ist.

Ursprünglich kommt Baumgärtner aus Tübingen, wo er auch studiert hat. Seinen Facharzt mit den Schwerpunkten Hämatologie/Onkologie sowie Diabetologie und Intensivmedizin machte er am Bürgerhospital in Stuttgart, bevor er 1996 nach Baden-Baden kam.

In dieser Zeit hat der Mediziner viel erlebt und beobachtet, wie die Patienten immer älter werden. „Die Medizin entwickelt sich stetig weiter. Heute operiert man Patienten, die man früher nicht behandeln konnte“, erklärt der 53-Jährige. „Sie haben mehrere Krankheiten und bräuchten eigentlich eine längere Nachbetreuung. Das, was früher an Nachsorge in den Krankenhäusern gemacht wurde, übernimmt heute wegen der sehr frühen Verlegung zum Teil die Rehabilitation.“ Mit ‚normaler Reha‘, wie man es sich vorstellt, habe das oft nur noch sehr wenig zu tun. „Zu uns kommen zum Teil sehr schwer erkrankte Menschen. Oft liegt unser Hauptaugenmerk auf der Medikamentenanpassung und Einstellung der Geräte, die die Menschen jetzt in sich tragen.“

Als Chefarzt sieht Dr. Baumgärtner jeden der insgesamt 145 Patienten mindestens einmal während seines rund dreiwöchigen Aufenthalts. In Gruppenbesprechungen mit seinen acht ärztlichen Kollegen, den Psychotherapeuten und Pflegekräften werden die Fälle besprochen, um keine Informationsverluste zu haben. „Wir erstellen gemeinsam mit den Patienten ein jeweils passgenaues Konzept mit einem ganz konkreten Ziel, was wir während seines Aufenthalts hier erreichen wollen“, sagt er. „Daran arbeiten wir fachbereichsübergreifend mit dem gesamten Team.“

Jeder Patient bekommt dann ein eigens auf ihn zugeschnittenes Therapieprogramm, bestehend aus Gruppen- und Einzeltherapie, ärztlichen Untersuchungen, Massagen, Vorträgen und vielem mehr. „Gruppentherapie macht den Patienten oft mehr Spaß als alleine zu trainieren“, weiß Baumgärtner. „Viele Patienten haben früher nie Sport gemacht, für sie ist es besonders wichtig, ihre Alltagsaktivitäten langsam wieder zu steigern.“ Sport ist für den Arzt ein „Universalspezifikum“, es sei für fast alles gut und hat wenig Nebenwirkungen: „In der Kardiologie war Ausdauer schon immer der klassische Sport. Früher sagte man, Krafttraining würde das Herz schädigen. Aber seit Ende der 90er Jahre weiß man, dass es auch viel Guten tun kann.“ Für die Zeit nach dem Klinikaufenthalt gibt er die Empfehlung, sich einer ambulanten Herzgruppe anzuschließen.

Rund 15 Betten sind in Korbmattfelsenhof für pflegende Angehörige reserviert. Dieses besondere Programm soll Entlastung und Vorsorge verbinden. „Pflegende Angehörige sind in ihrem Alltag besonderen Belastungen ausgesetzt“, erklärt Dr. Reiner Baumgärtner. „Unser Ziel ist es, die körperliche und seelische Gesundheit nachhaltig zu stärken.“ Neben medizinischer Betreuung gibt es dazu ein umfangreiches Angebot von Psychologischer Beratung über Ernährungsberatung und Entspannung bis hin zu Wasseranwendungen, Bewegungs- und Sporttherapie. Das Programm sei eine gute Ergänzung, findet Baumgärtner.

Damit der Erfolg der Behandlungen lange erhalten bleibt, werden die Patienten darin unterstützt, auch nach der Rehabilitation Möglichkeiten der nachstationären Therapie in Eigenregie wahrzunehmen. „Bei der Auswahl des persönlichen Nachsorgeprogramms stehen die individuellen Möglichkeiten unserer Patienten im Mittelpunkt. Gemeinsam mit ihnen wird die Nachsorge geplant“, sagt der Chefarzt, dem es ein besonderes Anliegen ist, dass es Zuhause weiter geht. „Mit steigender Zahl von Eingriffen hat auch die Bedeutung der Reha zugenommen“, so Baumgärtner. „Heutzutage gibt es dank moderner Medizin immer komplexere Eingriffe  und oft wird mit den Patienten nicht ausreichend besprochen, was das für ihr weiteres Leben bedeutet. In Korbmattfelsenhof wollen wir sie mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, auf ihren weiteren Alltag vorbereiten.“

Interview mit Dr. Markus Wiedemann dem neuen Chefarzt in der cts Klinik Schlossberg

„Erfolgreiche Konzepte weiterführen, aber auch Neues wagen“
Dr. Markus Wiedemann ist seit 1. Juli neuer Chefarzt in der cts Klinik Schlossberg

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Seit 1. Juli verstärkt Dr. Markus Wiedemann als Chefarzt die cts Klinik Schlossberg in Bad Liebenzell mit seiner Fachexpertise. Der 42-Jährige wird zum Jahreswechsel Dr. Karlheinz Tschuran ablösen, der seit 1989 Chefarzt in Bad Liebenzell ist und im kommenden Jahr in Rente geht. Im Interview erzählt Dr. Wiedemann von seinen Vorstellungen für die Zukunft.

Haben Sie sich bewusst dafür entschieden, die Klinik einige Monate bis zum Ausscheiden von Dr. Tschuran in Doppelspitze zu führen?

Wiedemann:  Ja, das haben wir. Und es ist auch für mich eine große Chance, Seite an Seite mit jemandem zu arbeiten, der so viel Erfahrung hat und so viele Entwicklungen in der Reha miterlebt hat. Davon kann ich nur profitieren. Ich selbst bin ein absoluter Team-Player. Meiner Meinung nach beruht Medizin vor allem auf guter Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen.

Wo haben Sie bisher gearbeitet?

Wiedemann: Bis zum Sommer war ich in den Sankt Rochus Kliniken in Bad Schönborn beschäftigt. Mit dieser Klinik sowie zwei weiteren Kliniken in Baden-Baden und Wittnau bei Freiburg bildet die Klinik Schlossberg innerhalb des cts-Konzerns einen Reha-Verbund. Die Kliniken können voneinander lernen und profitieren.

Was ist Ihr Spezialgebiet?

Wiedemann: Ich bin Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, meine Spezialgebiete sind Schultern, Hüften und Knie. Ich habe aber auch eine Zusatzbezeichnung als Sozialmediziner. In dieser Fachrichtung geht es darum, Maßnahmen zu ergreifen um Arbeitnehmer länger im Arbeitsleben halten zu können oder ihnen durch einen Reha-Aufenthalt die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen. Gerade für die Verhandlungen mit der Rentenversicherung als Kostenträger ist dieser Aspekt sehr wichtig.

Was steht bei Ihnen als erstes auf der Agenda, was werden Sie an Ihrer neuen Wirkungsstätte angehen?

Wiedemann: Als erstes will ich ankommen und das Team kennenlernen. Die erfolgreichen bestehenden Konzepte werden natürlich weitergeführt, insbesondere die Reha für pflegende Angehörige, die ein Alleinstellungsmerkmal dieser Klinik ist.

Aber Sie wollen auch Neues angehen?

Wiedemann: Richtig. Für das kommende Jahr haben wir die Etablierung eines Competence Center Orthopädische und Psychosomatische Reha (CCOP) geplant. Wir sehen gerade bei den Orthopädie-Patienten viele Komorbiditäten im psychischen Bereich, die sich durch die oft jahrelangen chronischen Schmerzen entwickelt habe. Die Kombination der Behandlung von orthopädischen und psychischen Erkrankungen wird in Deutschland noch sehr selten angeboten, aber wir sehen hier einen riesigen Bedarf. Wir sind gerade dabei, ein Konzept zu entwickeln und die strukturellen Voraussetzungen zu schaffen und dann werden wir auf die Leistungserbringer zugehen.

Gibt es noch weitere Ideen?

Wiedemann: Mir schwebt auch ein Angebot zum betrieblichen Gesundheitsmanagement vor. Ich habe die Vorstellung, mit Firmen in der Umgebung in Kontakt zu treten, um gemeinsam Programme und Konzepte zur Prävention zu erarbeiten. Firmen könnten ihre Arbeitnehmer trainieren, schulen und Phasen der Entlastung schaffen, zum Beispiel durch einwöchige Reha-Aufenthalte. Quasi eine ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘.

Derzeit stehen ja auch bauliche Veränderungen in Bad Liebenzell an.

Wiedemann: Genau, da stecken wir mitten drin. Die ersten Baumaßnahmen wurden bereits durchgeführt, weitere werden folgen. Insgesamt neun Millionen Euro investiert unser Träger, die Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken, in die Rehaklinik. Im Bettenhaus wird es zukünftig 130 moderne Patientenzimmer und in jedem Flur einen Aufenthaltsraum geben. Auch öffentliche Bereiche der Klinik werden saniert und modernen Standards angepasst, wie z.B. die Cafeteria und der Speisesaal. Der ‚Spinatbunker‘, wie das Haus am Hang  heißt, wird in diesem Zuge eine weiße Fassade erhalten.

Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen?

Wiedemann: Ich freue mich. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man einen starken Träger im Hintergrund hat, der zukunftsträchtige und sinnvolle Entscheidungen trifft und auch bereit ist, in diese zu investieren. So können wir uns auf dem Reha-Markt eine gute Position erarbeiten.

Neuer Chefarzt Dr. Wiedemann strebt ganzheitliche Behandlung der Patienten an

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Informationsabend "Das schwache Herz" 15.11.2017

Herzwoche Web

TOP-Referenten aus der Herzchirurgie und Kardiologie informieren über Herzschwäche und die unterschätzte Gefahr, sowie über moderne Therapieformen.

Dr. med. Reiner Baumgärtner:
Moderne Herzinsuffizienz-Therapie

Prof. Dr. med. Uwe Mehlhorn:
Das schwache Herz -
Ursache, Diagnostik, Prävention, Therapieformen

Ort: Großer Konferenzraum

Die Teilnahme ist kostenlos!

6. Ludwigsburger AOK Firmenlauf 2017

Bei dem 6. Ludwigsburger AOK Firmenlauf gingen am 27.9.17 bei sonnigem Wetter die Läufer/-innen und Walker/-innen der cts Klinik Schloßberg, Korbmattfelsenhof sowie von der Rochus Klinik an den Start. Die abwechslungsreiche Strecke verlief vom Ludwigsburger Residenzschloss durchs Blühende Barock rund um den Favoritepark zurück ins Schloss, dazu war die Veranstaltung vom Catering bis hin zum Rahmenprogramm eine rundum gelungener Event und somit ein schöner Abschluss für die Firmenlaufserie 2017. In 2018 werden die cts Mitarbeiter/-innen auf jeden Fall wieder dabei sein.

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Erfolgreiche Laufgruppe

Am 21. September 2017 nahm unsere cts Laufgruppe am Pforzheimer AOK Firmenlauf teil. Auch in diesem Jahr sind bei sonnigen 18 Grad alle Sportler der Gruppe an den Start gegangen und Herr Gräßle hat in der Kategorie M 60 sogar den respektablen 1. Platz belegt. Das nächstes Ziel der starken Gruppe: der 6. AOK Firmenlauf in Ludwigsburg am 27. September 2017.

 

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Krankenhaus erhält neue Aufgaben

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Auf die Haltung kommt es an

„Arbeitsbedingungen gesund gestalten“. Mit diesem Thema beschäftigten sich Fachleute auf einer Tagung der IG-Metall am 26. Juli 2017 in Reutlingen. Experten aus Medizin, Arbeits- und Verbraucherschutz sowie aus Politik und Gesundheit suchten nach zukunftsweisenden Lösungen für die Arbeitswelt.

Chefarzt Dr. Markus Wiedemann (cts Klinik Schlossberg) erörterte in einer Podiumsdiskussion die Herausforderungen, die bei der Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen zu berücksichtigen sind.

Im Foyer standen weitere Expertinnen unserer cts Reha-Kliniken den Besuchern der Tagung Rede und Antwort. Von besonderem Interesse waren dabei die Leistungen, die in den cts Kliniken im Rahmen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) angeboten werden. Menschen mit orthopädischen, kardiologischen und neurologischen Leiden lernen in unseren Kliniken den richtigen Umgang mit Belastungen und wie man sich als Arbeitnehmer fit hält für die Herausforderungen des Arbeitslebens. Dabei kommt es ganz klar auf die Haltung an. Nicht nur richtiges Heben und Tragen, auch die seelische Widerstandskraft kann eine Rolle spielen. Rehabilitation unterstützt Arbeitnehmer dabei, den beruflichen Herausforderungen gewachsen zu sein.

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