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Corona-Management in der cts Rehaeinrichtung

Corona-Management in der cts Rehaeinrichtung

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Rückblickend auf den Beginn des letzten Jahres hätte wahrscheinlich niemand geahnt, welche besonderen Herausforderungen und Belastungen der Ausbruch des SARS-CoV-2-Virus für die Rehakliniken des cts Verbundes in den nächsten Monaten mit sich bringen würde. Dass Rehakliniken aber flexibel und leistungsfähig sind, konnten sie seit Beginn der Pandemie unter Beweis stellen.

An jedem Standort wurden gleich zu Beginn „Corona-Taskforces“ eingerichtet, die sich seither regelmäßig treffen, um die Prozesse an die Vorgaben des Gesetzgebers und der Kostenträger neu anzupassen. Therapeutische und pflegerische Konzepte wurden an die besonderen Hygienebedingungen angepasst, Essenszeiten wurden im Schichtsystem geplant, Corona-Testungen strukturiert durchgeführt, Besucherkonzepte kontinuierlich angepasst sowie Konferenzen und Sitzungen vorübergehend per Telefon- oder Videokonferenz durchgeführt und vieles mehr.

So haben sich die Sankt Rochus Kliniken in Bad Schönborn, unter anderem, schnell für eine Sektionierung der Bauabschnitte und Abteilungen mit fest zugeordneten Mitarbeiterteams entschlossen, um eine Verbreitung der Corona-Infektionen zu verhindern und flexibel auf die Belegungssituation reagieren zu können. Trotz temporärer Aufnahmestopps auf einzelnen Stationen konnte der Gesamtbetrieb immer am Laufen gehalten werden. Daneben wurde ein „Testzentrum“ innerhalb der Klinik eingerichtet, indem seither die Corona-Testungen durch qualifiziertes Personal fortlaufend durchgeführt werden. Ein wichtiges Handlungsfeld gestaltete sich darin, dass die Sankt Rochus Kliniken, als wichtiger Kooperationspartner für Krankenhäuser, sich als Reservekrankenhaus zur Verfügung stellten – was auch punktuell zum Tragen kam. Trotz rückläufiger Operationen in den Akuthäusern konnte die Belegung an allen cts Reha-Standorten lange aufrechterhalten werden.

Neben zahlreichen positiven Projekten, die in den vergangenen Monaten umgesetzt werden konnten, bremste die Pandemie dennoch viele gute Entwicklungen aus. So konnten z. B. Workshops zur Erarbeitung von Maßnahmen bezüglich der Mitarbeiterbefragungsergebnisse aus 2019 nicht durchgeführt werden, ebenso wenig der neu eingeführte „Erweiterte Strategietag für die erweiterte Führungsrunde“ in den Sankt Rochus Kliniken.

Text: Irene Schmitz

Foto: cts Rehakliniken Korbmattfelsenhof Baden-Baden

Sektorenübergreifend versorgen

Sektorenübergreifend versorgen

Grenzen überwinden und Versorgungslücken schließen

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Die Akteure im Gesundheitswesen haben in der Hochphase der Corona-Pandemie ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, innerhalb kürzester Zeit sektorenübergreifende, am Patientenwohl orientierte Kooperationen zu entwickeln. Vermeintlich unüberwindbare Schranken zwischen den Versorgungsformen Krankenhaus, Reha und Pflege waren plötzlich irrelevant und nahtlose Übergänge in der Praxis geschaffen. Dies war nur aufgrund gesetzlicher Ausnahmeregelungen möglich, deren Laufzeit teilweise am 30. September endete.

Was ist eine der Lehren aus dieser Phase?

Corona hat gezeigt, dass in der Not sozialversicherungsrechtliche Grenzen keine Rolle spielen und Patienten dennoch sehr gut versorgt werden. Noch ist Zeit zu prüfen, inwiefern sich diese guten Erfahrungen für einen Transfer in die Regelversorgung eignen. Beispielsweise wäre es auf Grundlage der strukturellen Voraussetzung in geriatrischen und neurologischen (insbesondere Phase C) Rehabilitationseinrichtungen vorstellbar, dass dort die häufig so schmerzlich vermissten Leistungen zur Kurzzeitpflege erbracht werden. Heute ist dies nur über die Konstruktion von Kurzzeitpflegeeinrichtungen an Kliniken, also scharf an der Schnittstelle zwischen SGB V und XI, möglich. Dort ergeben sich leider jedoch vor allem für Patienten und Angehörige groteske und oft nicht nachvollziehbare Situationen. Wie erklärt man beispielsweise dem Kurzzeitpflegegast, dass der Klinikarzt keine Medikamente verordnen und die Pflegekraft diese nicht aus der Krankenhausapotheke ausgeben darf, weil dies der niedergelassenen Ärzte- und Apothekenversorgung vorbehalten ist?!

Leider spielen die Kassenärztlichen Vereinigungen bei diesem Thema keine glückliche Rolle; sie sperren sich regelmäßig mit Erfolg dagegen, Zulassungen zur heimärztlichen Versorgung für angestellte Klinikärzte auszusprechen, die aus Sicht der Patientenversorgung absolut sinnvoll erscheinen. Wer in der Corona-Pandemie weiterhin stur die Standesinteressenvertretung zur Grundlage seiner Entscheidung macht, hat seine Lektion (noch) nicht gelernt.

Mut macht dagegen ein vom Gesundheitsfond finanziertes Modellprojekt der AOK Baden-Württemberg zur Rehabilitativen Kurzzeitpflege (REKUP) in ausgewählten Versorgungsregionen: Ziel ist, mit stationären Kurzzeitpflegeplätzen in Reha-Kliniken eine Versorgungslücke zu schließen und Patienten, die nicht mehr akut krankenhausbehandlungsbedürftig, jedoch noch nicht rehafähig sind, adäquat zu versorgen. Belegt ist, dass nur etwa 30 Prozent der älteren Patienten, die aus Akutkliniken in Kurzzeitpflege entlassen werden, wieder ins häusliche Umfeld zurückkehren. Dies legt nahe, dass es in „normaler“ Kurzzeitpflege nur unzureichend gelingt, vorhandene Besserungspotenziale und Ressourcen zu fördern. Die Annahme ist, dass über aktivierend-therapeutische, multiprofessionelle rehabilitative Leistungen und deren gezielten Einsatz im stationären Setting vorhandene Besserungspotenziale gefördert werden.

 

Text: Christian Busche

Foto: Tanja Dammert

Umsetzung der Medizinstrategie schreitet voran

Umsetzung der Medizinstrategie schreitet voran

Gründung der Abteilung Psychosomatik in Wittnau und Baden-Baden erfolgt

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Im Rahmen der Medizinstrategie für den cts RehaVerbund wurde vereinbart, schnellstmöglich an den Standorten cts Klinik Korbmattfelsenhof Baden-Baden sowie cts Klinik Stöckenhöfe Wittnau bei Freiburg Abteilungen für psychosomatische Rehabilitation zu gründen. Nachdem bereits im November 2020 die ersten Patienten in Baden-Baden aufgenommen werden konnten, erfolgte nun der nächste Schritt. Mit der Eröffnung der Psychosomatik in Wittnau zum 1. Februar 2021 ist ein wichtiger Meilenstein erreicht.

Beide Fachabteilungen Psychosomatik behandeln die häufigsten psychischen Erkrankungen: Depressionen, Angststörungen, psychische Störungen durch schwere Belastungen sowie Beschwerdebilder, die mit psychischen Symptomen einhergehen, wie beispielsweise chronische Erschöpfungssyndrome.

Neben diesen „klassischen“ psychosomatischen Erkrankungen haben wir  für jeden Standort ein eigenes Profil erarbeitet: 

Wittnau hat sich spezialisiert auf die Behandlung von Erkrankungen an der Schnittstelle zwischen Orthopädie und Psychosomatik, etwa psychische Störungen als Reaktion auf anhaltende körperliche Beschwerden bei z .B. chronischen Schmerzstörungen sowie  Erkrankungen an der Schnittstelle zwischen Neurologie und Psychosomatik, etwa bei funktionellen neurologischen Störungen oder von Depressionen in Folge von Schlaganfällen.

Das Team in Baden-Baden legt den Schwerpunkt auf Erkrankungen an der Schnittstelle zwischen Kardiologie und Psychosomatik.

Text: Christian Busche

Foto: cts Rehakliniken Korbmattfelsenhof Baden-Baden

Alexander Oeschger: Geschäftsführer der cts Rehakliniken Baden-Württemberg zum 1. Juli 2021

Das funktionierende Miteinander 

 

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Alexander Oeschger übernimmt zum 01. Juli neben Christian Busche die Geschäftsführung der
cts Rehakliniken Baden-Württemberg

 

„Man sagt ja immer: Die Zahlen sind überall das Gleiche – aber das stimmt so nicht ganz.“ Alexander Oeschger muss es wissen, blickt er doch auf eine sehr vielfältige berufliche Vergangenheit zurück: Steuerberatung, pflanzliche Arzneimittel, Bauzulieferer, Personaldienstleistung. Der rote Faden: die Zahlen – der 50-Jährige aus dem südbadischen Waldshut ist studierter Volkswirtschaftler und Steuerberater und hat sein Fachwissen bereits in vielen verschiedenen Bereichen angewendet.

Und jetzt, seit 1. Januar 2020: Rehabilitation. „Ich finde es wirklich sehr spannend, in dieser Aufgabe Menschen helfen zu können. Das war ein starker Anreiz für mich, diese Stelle anzutreten – das ist schon etwas anderes, als sich um Produkte zu kümmern.“ Gestartet ist er als Kaufmännischer Klinikleiter für die drei Standorte der cts Rehakliniken Baden-Württemberg, zum 1. Oktober kam dann noch die Position des Klinikmanagers für den Standort Baden-Baden dazu. Nun geht es einen Schritt weiter mit der Verantwortung, und zwar in die Geschäftsführung. 

Die Geschäftsführung der cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH liegt künftig in den Händen einer Doppelspitze: Zum 01. Juli wird Alexander Oeschger neben Christian Busche zum Geschäftsführer berufen. Die Zusammenarbeit der beiden hat sich bereits bewährt, wie Alexander Oeschger erzählt: „Das hat gleich gepasst, auch auf der menschlichen Ebene. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit Herrn Ullrich und Frau Gessert im Rehaverbund mit der Schwestergesellschaft cts Reha GmbH. Das funktioniert sehr gut.“

Das ist auch und gerade zu Corona-Zeiten unabdingbar, wie der 50-Jährige sagt: „Die Rahmenbedingungen sind schon schwierig und das Arbeitspensum enorm – eine echte Herausforderung. Das schweißt sehr eng zusammen, aber die Situation zerrt so langsam auch wirklich an den Nerven aller beteiligten Personen.“ Umso wichtiger sei es, sagt er, bei den Mitarbeitenden, die seit Monaten an Ihrer Belastungsgrenze arbeiten, eine positive Stimmung zu erzeugen und ihre Motivation trotz der angespannten Lage aufrecht zu erhalten, „sodass das Miteinander weiter funktioniert“. 

Inhaltlich sieht Oeschger die Kliniken gut aufgestellt – besonders durch die an zwei Standorten neu etablierte Indikation Psychosomatik. „Der Bedarf ist da, die Menschen brauchen diese Art der Unterstützung.“ Auch hier stellt Corona die Mitarbeitenden vor besondere Herausforderungen, indem beispielsweise Gruppen geteilt werden müssen – was wiederum personalintensiver wird.

Alexander Oeschgers große Hoffnung ist, dass zur Jahresmitte hin die Einschränkungen etwas weniger werden, wieder mehr Normalität einkehren kann und sich die Anspannungen lösen. Er selbst findet Ruhe und Entspannung vor allem im Kreis seiner Familie. „Ich bin ein ausgesprochener Familienmensch“, sagt er. „Mit meiner Frau und unseren zwei Kindern Zeit zu verbringen, macht mich glücklich.“ 

Die besten Voraussetzungen für Alexander Oeschger, um ein gelingendes Miteinander auch im beruflichen Umfeld und in der künftigen neuen Aufgabe umzusetzen.

 

 

 

 

Charity-Aktion "Heartspeed" von Kai Hliza

…und plötzlich ist alles anders 

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Ein einschneidendes Erlebnis änderte das Leben des Rennrad-Sportlers Kai Hliza von einer auf die andere Sekunde – Nun plant er eine Charity-Aktion und ruft zu Spenden auf

Ein Blick auf die Fotos – unbändige Power, Kraft und Begeisterung nehmen den Betrachter sofort gefangen. Kai Hliza ist seit vielen Jahren ein sehr erfolgreicher Rennrad-Sportler. Dass das Radfahren nicht nur „einfach ein Hobby“ des 35-Jährigen ist, sondern viel mehr, sieht man auf den ersten Blick. Als „Semi-Profi“ hat er nationale Titel geholt, so ist er mehrfacher Gewinner des „Kriterium Roschbach“ und mehrfacher Rheinland-Pfalz-Meister in seiner geliebten Sportart.

Vor etwa drei Jahren dann der schicksalhafte Tag: Nach einer Fahrt mit dem Rennrad von seiner Arbeitsstelle, den Sankt Rochus Kliniken Bad Schönborn, nach Hause, blieb sein trainiertes Sportlerherz plötzlich stehen – vermutlich auf Grund einer verschleppten Infektion. „Ohne fremde Hilfe wäre das unweigerlich mein Tod gewesen“, blickt Kai Hliza zurück. Doch offensichtlich hatte er schützende Hände über sich: Just in diesem Moment war eine geübte Helferin vor Ort, die ihn wiederbeleben konnte und so sein Leben gerettet hat.


„Ich bin unendlich dankbar, dass durch das schnelle Handeln meiner Mutter und die sofortige Wiederbelebung durch die Nachbarin, die Heilpraktikerin ist, ich jeden weiteren Tag erleben darf“, blickt Kai Hliza zurück. Er wurde für viele Tage in ein künstliches Koma versetzt und sein Weg zurück ins Leben war mühsam, aber er kämpfte sich Stück für Stück zurück in eine relative Normalität: Er hat heute eine Schwerbehinderung und muss dauerhaft einen S-ICD-Defibrillator tragen. „Auch wenn ich Zeit gebraucht habe, um den Defibrillator in meinem Körper zu akzeptieren, bin ich der Medizin dankbar, dass ich nun ein wenig sorgenfreier meinen Alltag damit leben darf“, sagt er.
Auch sein Arbeitgeber tat alles, um seine Rehabilitation an der Arbeitsstelle zu ermöglichen: „Kai Hliza ist seit über 10 Jahren unser Mitarbeiter - zunächst als Sporttherapeut, seit etwa 4 Jahren als Qualitätsmanagementbeauftragter und Leiter der Stabstelle „Soziales“ der Sankt Rochus Kliniken“, sagt der Kaufmännische Direktor Ralf Ullrich. „Die Sankt Rochus Kliniken und ich persönlich haben diesen Weg stets sehr eng begleitet und alles getan, um eine Rehabilitation zu ermöglichen.“


Nun möchte Kai Hliza danke sagen für die besonderen Umstände seiner Rettung und hat sich dafür eine ganz besondere Aktion namens „Heartspeed“ ausgedacht: „Am 03. Juni werde ich mit meinem Rennrad von Karlsruhe nach Köln fahren – das sind etwa 330 Kilometer.“ Unterstützt wird er von zwei Kollegen der Sankt Rochus Kliniken, dem Physiotherapeuten Sammy Mall und dem Sporttherapeuten Peter Wacker im Begleitfahrzeug: „Nicht erst nach meinem Schicksalsschlag habe ich volle Unterstützung von meinem Arbeitgeber erfahren. Ich habe hier auch einige liebe Freunde kennen lernen dürfen, die mich unter anderem jetzt bei diesem Projekt unterstützen – und auch darüber hinaus.“
Für seine „Heartspeed“-Aktion möchte Kai Hliza ab sofort zu Spenden aufrufen. „Die Spenden sollen einmal an die Universitätsmedizin in Heidelberg/Abteilung Kinder-Kardiologie gehen, hier möchte ich insbesondere die Schulung von Wiederbelebungsmaßnahmen bei Angehörigen schwer betroffener Kinder unterstützen. Und mit einem weiteren Teil der Spenden möchte ich Defibrillatoren in den öffentlichen Bereichen der Sankt Rochus Kliniken anschaffen - zum Beispiel der Eingangshalle.“

Die Kollegen von den Sankt Rochus Kliniken sind begeistert von der Aktion und unterstützen ihn nach Kräften.
Ralf Ullrich: „Dass er trotz allem sogar auch seinen geliebten Sport wieder auf hohem Niveau ausüben kann, ist für mich eine unglaublich Leistung, die ich nicht genug würdigen kann!“
„Ich freue mich auf die Herausforderung und bin gespannt, was wir alle zusammen erreichen können.“ Kai Hliza schaut voller Vorfreude auf den 03. Juni – und in seinen Augen kann der Betrachter sie wieder glitzern sehen: Power, Kraft und Begeisterung.

Homepage: www.heartspeed.de
Facebook: HeartSpeed

Spendenkonto:
Sparkasse Kraichgau
IBAN: DE 73 6635 0036 0007 0750 48
BRUSDE66XXX.
Stichwort: Heartspeed

 

 

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Papst ruft zum Gebet auf - 25. März 2020

Papst Franziskus

Papst Franziskus

 

Papst ruft  um 12:00 Uhr zu weltweitem gemeinsamen "Vater-Unser-Gebet gegen" die Corona-Pandemie auf.

Papst Franziskus hat zu einem weltweiten Vaterunser-Gebet gegen die Coronavirus-Pandemie aufgerufen. Er lädt alle Christen ein, am 25. März um 12.00 Uhr mittags Gott gemeinsam anzurufen.

Auch wir finden diese Aktion der weltweiten Solidarität unterstützungswürdig und bitten alle diesem Aufruf zu folgen.

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit, in Ewigkeit.

Amen.

Pressemitteilung Rehabilitation stärken CDU-Bundestagsabgeordneten besuchen cts Klinik Korbmattfelsenhof

Bei einem Besuch in der cts Klinik Korbmattfelsenhof unterstützten die Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker und Peter Weiß (beide CDU) den Gedanken der Rehabilitation, insbesondere auch für pflegende Angehörige. Peter Weiß kommt aus dem Wahlkreis Emmendingen und ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Die Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH (cts) ist ein katholischer Träger mit 34 Einrichtungen und rund 6.000 Mitarbeitenden. In Baden-Württemberg gibt es vier cts Rehakliniken mit insgesamt über 900 Betten. Die Klinik Korbmattfelsenhof in Baden-Baden wurde Anfang 2017 von dem bisherigen Träger, der AOK Baden-Württemberg, komplett übernommen.
Weitere Standorte befinden sich in Bad Schönborn, Wittnau bei Freiburg und Bad Liebenzell, berichtet Geschäftsführer Christian Busche.

Die cts Klinik Korbmattfelsenhof mit ihren 145 Betten spezialisiert sich auf Rehabilitationen im Bereich Kardiologie, das heißt auf Patienten mit Herzinfarkten, Herzinsuffizienz, Schrittmachern, Herzrhythmusstörungen und anderen kardio-chirurgischen Eingriffen. Der Großteil der Patienten kommt direkt im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt zur Rehabilitation und verweilt durchschnittlich drei Wochen, so Chefarzt Dr. Thomas Thürauf.

Ein Team von 95 Ärzten, Therapeuten, Pflegekräften und weiteren Servicemitarbeitern kümmert sich um die Anliegen der Patienten, welche aus einem regionalen Einzugsgebiet von Lahr bis nach Stuttgart kommen. Auf dem Tagesprogramm stehen neben mobilisierenden Einheiten auch Seminare zu Themen wie gesunde Ernährung oder Rauchentzug. „Aber für viele Menschen ist es wichtig, dass sie bei uns nach ihrem Aufenthalt im Krankenhaus einfach auch mal zum Durchatmen kommen“, so Klinikmanagerin Patricia Schneider.

Mit der Initiative „Zeit für mich“ gibt es auch ein eigens für pflegende Angehörige entwickeltes Rehaprogramm. „Pflegende Angehörige leisten Großartiges für ihre betroffenen Familienmitglieder und für die Gesellschaft. Sie stoßen aber auch oft an ihre körperlichen oder mentalen Grenzen. Deshalb ist es wichtig, dass auch sie ihre Akkus wieder aufladen können. Bereits seit 2019 gibt es für sie einen Gesetzesanspruch auf stationäre Rehabilitation. Ich freue mich, dass es dieses Angebot auch in Baden-Baden gibt“, unterstreicht Whittaker.

Geschäftsführer Christian Busche gab den beiden CDU-Abgeordneten Whittaker und Weiß auch Wünsche und Anregungen mit für das noch dieses Jahr auf der politischen Agenda stehende Reha- und Intensivpflegestärkungsgesetz. „Besonders wichtig für uns und die gesamte Reha-Branche ist es, das Wunsch- und Wahlrecht der Versicherten zu stärken. Ebenso sollten Reha-Einrichtungen in ganz Deutschland künftig ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Tariflöhne zahlen können, ohne dass die Krankenkassen dies sanktionieren können, etwa durch Nachteile in der Zuweisung oder gar durch Zuzahlungen seitens der Patienten“, so Busche abschließend.

 

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9. AOK Firmenlauf in Waiblingen

Beim ausgebuchten 9. AOK Firmenlauf in Waiblingen, am Mittwoch den 18. September 2019, sind wieder 5 Liebenzeller Läufer und Walker der Einladung der AOK gefolgt und waren mit am Start. Erst hieß es beim leckeren Catering im Festzelt Kraft zu tanken, bevor das Showprogramm startete. Um 18.00 Uhr fiel der Startschuss. Perfektes Laufwetter begleitete unser Team durch den neu gestalteten Waiblinger Park, auf der 5,5 km langen Strecke. Bei knapp 2000 Finishern hieß es unterwegs Engpässe zu überwinden, um nicht von der Strecke abzukommen. Unser Team hat es sicher gemeistert….um dann im Ziel mit wohlverdientem, frischen Erdinger - "natürlich Alkoholfrei" sowie mit gesundem Obst & Gemüse zu stärken, bevor es wieder nach Bad Liebenzell zurückging.

AOK Firmenlauf

Text und Foto: Y. Eisel
Unterstützung des betrieblichen Gesundheitsmanagements

„Heiß, heiß, Eis!" an allen drei Standorten der cts Rehakliniken Baden Württemberg


Unser Koordinator für das betriebliche Gesundheitsmanagement, Herr Welsche, hatte eine tolle Idee, die wir in Stöckenhöfe gleich in die Tat umgesetzt haben: Ein Eiswagen versorgte die Belegschaft und unsere Rehabilitanden am 24.07.2019 mit einer kühlenden Erfrischung. Der Andrang war groß, aber das Schlange stehen wurde mit süßen kalten Köstlichkeiten aus der Schwarzwälder Eismanufaktur belohnt.
Die Aktion kam bei allen sehr gut an und zeigte: Gesundheitsmanagement hat nicht nur was mit gesunder Ernährung zu tun, sondern auch mit guter Laune und schönen Überraschungen.
Vielen Dank an die Ideen- und Geldgeber!

 cts Klinik Stöckenhöfe, Wittnau

Eiswagen STOe

 cts Klinik Korbmattfelsenhof, Baden-Baden

Eiswagen BB

 cts Klinik Schlossberg, Bad Liebenzell

Eiswagen BL

 

Text: B. Asche, Foto: B. Asche, I. Berger, S. Hess
Willkommenstag für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

„Erster Willkommenstag für neue Mitarbeiterinne und Mitarbeiter" der drei cts Rehakliniken am 23.07.2019 in der cts Klinik Schlossberg, Bad Liebenzell

Ende Juli sind 15 neue Kolleginnen und Kollegen zum ersten Einführungstag für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Bad Liebenzell gekommen. Wir haben den Tag mit einem gemütlichen Ankommen und einer interessanten Kennenlernrunde begonnen. Bei schönstem Wetter – und morgens noch angenehmen Temperaturen - haben wir uns auf der Terrasse gegenseitig interviewt und teilweise sehr überraschende Dinge voneinander erfahren. Der weitere Verlauf des Tages hat sich aufgrund der anregenden Gespräche und abwechslungsreichen Vorträge sehr kurzweilig gestaltet: die Klinikleitung – Frau Ilie-Alpert, Herr Bolanz und Herr Dr. Wiedemann - haben den Standort Bad Liebenzell vorgestellt, über interessante Entwicklungen aus der Pflege berichtet und mit einem persönlichen Statement darüber erzählt, warum die Arbeit in unserem Unternehmen viel Freude und Erfüllung bringen kann. Durch die interessanten Vorträge konnten die Schulungsblöcke der Personalabteilung lebhaft unterbrochen werden. Darüber hinaus hat der Betriebsrat – vertreten durch Frau Hess – von seiner Arbeit berichtet, und zwei Damen von der AOK haben die Gesundheitsprogramme der AOK, u.a. das AOK-RückenKonzept vorgestellt. Damit wir nicht nur auf den Stühlen sitzen blieben und weil wir nach dem Mittagsessen sicherlich in ein Mittagsloch gefallen wären, hat uns Frau Persinger nach der Mittagspause mit tollen Übungen wieder in Schwung gebracht. Da inzwischen die Temperaturen fühlbar angestiegen sind, war diese Sporteinlage bereits eine kleine Herausforderung. In guter Stimmung haben wir den Tag beendet und festgestellt, dass es für die meisten Teilnehmer sehr interessant gewesen ist, einmal einen anderen Standort zu besichtigen und es allen gefallen hat, einmal Kolleginnen und Kolleginnen anderer Standorte persönlich kennenzulernen und sich zu vernetzen.

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Text: K. Gessert, Foto: B. Ilie-Alpert
Jobmesse Gesundheit und Pflege

 „ Die Plattform auf der Suche nach Pflegepersonal " cts Klinik Stöckenhöfe auf der Jobmesse in Freiburg

Am 5. und 6. Juni 2019 war die Pflege der cts Klinik Stöckenhöfe auf der Jobmesse Gesundheit & Pflege in der Messe Freiburg vertreten. Bereits zum vierten Mal nutzen wir die Jobmesse mit einem Stand in erster Linie als Plattform für die Suche nach Pflegepersonal. Aber auch, um unsere Klinik in Stöckenhöfe als Ganzes zu präsentieren und damit noch bekannter zu machen.
So gab es in den zwei Tagen nicht nur interessierte Besucher aus der Gesundheits- und Krankenpflege, sondern auch Ärzte, Therapeuten und Studierende des Gesundheitswesens nutzten unseren Messestand, um sich über unsere Einrichtung zu informieren. Die Stationsleitung der Neu-rologie Frau Angelika Schmidt und die Fachpflegerin für neurologische Rehabilitation Frau Kanita Kossmann standen dabei kompetent zur Seite.

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Foto und Text: H. Bolanz
Mitglied eines starken Bündnisses

„ Mitglied eines starken Bündnisses! Hohe Flexibilität und Innovationsbereitschaft " cts Klinik Korbmattfelsenhof, Baden-Baden

Am 28. Juni 2019 konnte die cts Rehaklinik Korbmattfelsenhof in Baden-Baden beim Treffen mit Hr. P. Koch (1. Vorsitzender des Pflegebündnisses Mittelbaden) einen wichtigen Schritt in der Netzwerkarbeit machen. Hr. P. Koch: "Unsere Gesellschaft steht in den nächsten Jahrzehnten vor einem grundlegenden Wandel, dies wird auch im ganzen mittelbadischen Raum spürbar. Das Pflegebündnis Mittelbaden e.V. hat sich in den Herausforderungen der Zeit gestellt und will den Menschen in Mittelbaden vielfältige Unterstützungsangebote machen.
Die vor uns liegenden Themen wie die demographische Herausforderung, der Fachkräftemangel, die wegbrechenden familiären Pflegepotentiale stellen uns und die ganze Gesellschaft vor große Aufgaben. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, sich mit diesen Themen zu befassen und schon heute aktiv mit den daraus resultierenden Fragestellungen auseinander zu setzen.
Hier sehen besonders die professionellen Pflegeanbieter eine Verpflichtung den Prozess aktiv mit zu gestalten.
Es gilt zunächst die aktuellen Probleme unserer Branche anzugehen, damit wir der Gesellschaft weiterhin gute Pflegeangebote machen können". Durch die Vernetzung verschiedener Bündnispartner, wird ein Raum geschaffen in dem es unter anderem darum geht politisch aktiv zu werden, Ideen zu sammeln, Handlungsabläufe zu strukturieren und gleichzeitig zu verbessern, aber auch eine Einheitliche Pflegeausbildung in unterschiedlichen Fachbereichen zu gewährleisten.
Hr. Bolanz: "Die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft, die umfangreichen Prozesse der Ökonomisierung im Gesundheitswesen und die gleichzeitig hohen Qualitätsanforderungen stellen professionell Pflegende vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig sehen wir uns verschärften Wettbewerbsbedingungen ausgesetzt mit einem wachsendem Konkurrenz- und Kostendruck. Vor allem der Fachkräftemangel in der Pflege erfordert enorme Anstrengungen und ein verändertes Denken und Handeln, eine hohe Flexibilität und viel Innovationsbereitschaft. Wir können die Situation sowohl der beruflich Pflegenden als auch der auf Pflege angewiesenen Menschen nur verbessern, wenn wir übergreifend kooperieren, uns vernetzen und in einem gemeinsamen Vorgehen unsere Interessen bündeln und vertreten."

Pflegebuednis

v.l.n.r. Hr. Bolanz Pflegedirektor, Hr. Koch 1. Vorsitzender des Pflegebündnis Mittelbaden, Hr. Weber Pflegedienstleitung

Text und Foto: H. Weber
Symposium Pflegende Angehörige

„Ein nahezu unbezahlbares Gut“
Symposium „Pflegende Angehörige“ der cts Rehakliniken Baden-Württemberg

Zu einem Symposium „Pflegende Angehörige“ hatten die cts Rehakliniken Baden-Württemberg am Donnerstag, 16. Mai, in die cts Klinik Korbmattfelsenhof nach Baden-Baden eingeladen.
cts-Geschäftsführer Rafael Lunkenheimer führte ins Thema ein und dabei den Anwesenden eindrucksvolle Zahlen vor Augen: „Von knapp über 3 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland wurden 2015 über 70 Prozent zuhause gepflegt. Den größten Anteil leisten dabei Angehörige – rund 2,5 Millionen Menschen kümmern sich zuhause um pflegebedürftige Familienmitglieder.“
Der Barmer Pflegereport hat kürzlich dazu Zahlen vorgelegt: Danach kümmert sich die Hälfte der Angehörigen mehr als 12 Stunden täglich um die pflegebedürftige Person – länger als die Schichten von professionellen Pflegekräften dauern. Jeder 4. Angehörige hat seine ursprüngliche berufliche Tätigkeit aufgrund der Pflege reduziert oder ganz aufgeben müssen. Diese Entwicklung werde sich, so Lunkenheimer, vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der alternden Gesellschaft und des zunehmenden Fachkräftemangels weiter verschärfen mit der Konsequenz, dass es immer mehr Menschen geben werde, die die Pflege ihrer Angehörigen zuhause selbst übernehmen.
„Das macht pflegende Angehörige zu einem nahezu unbezahlbaren Gut für die betroffenen Menschen und unsere Gesellschaft und deshalb ist es unsere gesamtgesellschaftliche Pflicht, unsere Verantwortung diesen Menschen gegenüber wahrzunehmen“, sagte Lunkenheimer. „Pflegende Angehörige, die an ihre Grenze kommen und nicht mehr pflegen können, weil sie körperlich und geistig erschöpft sind, kann und darf sich unsere Gesellschaft nicht leisten.“
Ein Mosaikstein ist dabei das Programm „Zeit für mich“, dessen Kosten als Vorsorge-Leistung von den Krankenkassen übernommen werden. An dieser Stelle setzt das Angebot „Reha für pflegende Angehörige“ der cts Rehakliniken Baden-Württemberg an. Bettina Asche-Matthey, Klinikmanagerin der cts Klinik Stöckenhöfe, sprach über die konzeptionelle Entstehung des Angebots:
Von 1994 bis 1999 unterstützte die AOK Baden-Württemberg ein Modellprojekt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gerontologie der Universitätsklinik Heidelberg, in dem die Wirkung spezifischer Maßnahmen im Rahmen von Rehabilitation für pflegende Angehörige untersucht wurde. Modell-Kliniken waren dabei die heutigen cts Kliniken, damals noch AOK-Kliniken: Korbmattfelsenhof in Baden-Baden, Stöckenhöfe und Schlossberg in Bad Liebenzell. Heute gibt es dieses Angebot noch in unseren Kliniken Schlossberg in Bad Liebenzell und in Baden-Baden.
„Unser Ziel ist es, die körperliche und seelische Gesundheit pflegender Angehöriger nachhaltig zu stärken“, sagte Bettina Asche-Matthey. „Durch die Anwendungen und Therapien, aber auch durch Zeit, die sie nach eigenen Bedürfnissen gestalten können, werden sie sich in der cts Klinik erholen und neue Kraft für ihren Alltag schöpfen. Gesundheitsvorträge und Gesprächskreise vermitteln Möglichkeiten zur Entlastung zu Hause und sollen neue Perspektiven für die Zukunft eröffnen. Der Austausch in der Gruppe der Pflegenden stärkt das Selbstvertrauen und bietet vielfältige Formen der Unterstützung.“
Dass das Angebot angenommen wird, zeigen die Zahlen: „2013 hatten wir in den Kliniken insgesamt 294 Pflegende mit insgesamt rund 6.200 Pflegetagen. Im vergangenen Jahr – nur fünf Jahre später – waren es mit 670 Patienten und knapp 14.069 Pflegetagen schon mehr als doppelt so viele“, sagt Asche-Matthey. „Ich bin überzeugt, dass diese Zahlen in Zukunft noch weiter ansteigen werden, auch vor dem Hintergrund, dass das medizinische Konzept dieses Programmes seit November 2017 vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen und seit 2018 auch von der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg anerkannt ist.“
Die AOK Baden-Württemberg hat den Prozess rund um die Entstehung des Angebotes mit-initiiert und von Anfang an unterstützt. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Christopher Hermann machte im Rahmen seines Vortrags deutlich: „Die Maxime muss lauten: Wer pflegt, darf selbst nicht zum Pflegefall werden! In Baden-Württemberg werden 57 Prozent der Pflegebedürftigen von Angehörigen gepflegt. Das ist in jedem Einzelfall eine dauernde emotionale und organisatorische Herausforderung. Die AOK Baden-Württemberg als große Pflegekasse im Land leistet pflegenden Angehörigen Orientierung, Beratung und finanzielle sowie organisatorische Unterstützung. Dazu gehören natürlich auch Präventions- und Rehaangebote für alle, die den eigenen Beruf und Pflege eines Angehörigen in Einklang bringen müssen.“
Dr. Markus Wiedemann, Chefarzt, Sozialmediziner und Medizinischer Leiter der cts Schlossbergklinik, über praktische Erfahrungen aus ärztlicher Perspektive. Vor dem Hintergrund der Vielfalt von Belastungsmerkmalen, die Pflegende Angehörige oft zeigen, wird die Behandlung des Pflegenden sehr ganzheitlich gestaltet und beinhaltet neben Maßnahmen zur Stärkung der Stress-Resilienz und Selbsthilfekompetenz auch Module zur Steigerung der körperlichen Belastbarkeit und zur gesunderen Gestaltung der eigenen Lebensweise.

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, sprach allen Pflegenden seinen Respekt aus: „Pflegende Angehörige und auch die professionell Pflegenden haben meinen Respekt, denn sie leisten einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Als Pflegebevollmächtigter werde ich mich aktiv dafür einsetzen, dass die öffentliche Wahrnehmung und Wertschätzung für die Pflege verbessert wird.“ Auch das Netzwerk von Hilfsangeboten müsse ausgebaut werden, damit sich Pflegebedürftige, pflegende Angehörige, professionell Pflegende und ehrenamtliche Helfer ergänzen und unterstützen können. Einen weiteren wichtigen Schlüssel sieht Westerfellhaus in einer frühzeitigen Beratung und Begleitung, damit aus der Herausforderung Pflege keine Überforderung wird. „Um Probleme zu erkennen und Lösungen zu entwickeln, brauchen wir eine breite Diskussion mit allen Beteiligten - mit den Betroffenen, den pflegenden Angehörigen, den professionellen Pflegekräften und den ehrenamtlich Tätigen. Dazu bietet das Symposium eine gute Gelegenheit.“

Dass die Situation von Pflegenden Angehörigen auch für die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg von hoher Bedeutung ist, führte Herr Andreas Schwarz, erster Direktor der Rentenversicherung Baden-Württemberg wie folgt aus: „Mit der Einführung des Flexi-Rentengesetzes sind Präventionsleistungen Pflichtleistungen. Pflegende Angehörige sind für die Deutsche Rentenversicherung eine wichtige Zielgruppe. Mehr als drei Viertel der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause versorgt, bei mehr als der Hälfte werden diese Tätigkeiten ausschließlich von Angehörigen durchgeführt, was zu einer Mehrfachbelastung und somit auch zu einem erhöhten Risiko für körperliche und seelische Gesundheitsstörungen führt. Mit der Entwicklung eines besonderen Behandlungsangebots für berufstätige pflegende Angehörige haben wir mit den cts-Rehakliniken einen Partner, der integrierte, auf die Pflegesituation zugeschnittene Therapiemodule anbietet. Pflegende werden u.a. für Ihre eigenen Belastungsgrenzen sensibilisiert und erhalten praktisches Basiswissen, wie den Umgang mit Hilfsmitteln.“

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Text: R. Iffland, Foto: D. Ivkov
Zitate: Westerfellhaus, Hermann, Schwarz
Im täglichen Spannungsfeld die richtige Balance finden

Baden-Baden. Der erste gemeinsame Neujahrsempfang der vier Rehakliniken der cts stand am Mittwochabend in Baden-Baden ganz im Zeichen der Ethik. Denn die Festveranstaltung in der cts Klinik Korbmattfelsenhof war gleichzeitig der offizielle Start des neu gegründeten Ethikkomitees.

„Als katholischen Träger von Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation stellt uns das Gesundheitssystem tagtäglich vor die Herausforderung, den Spagat zwischen den Erwartungen unser Kunden auf der einen und den Ansprüchen der Mitarbeiter auf der anderen Seite zu bewältigen“, erklärte Christian Busche, Geschäftsführer der Rehakliniken, in seinem Grußwort. „Im täglichen Handeln immer die richtige Balance zwischen wirtschaftlichen Zwängen und christlichem Auftrag zu finden, ist eine große Herausforderung, der wir versuchen in unserem Leitbild eine Richtung zu geben.“

Um Mitarbeiter in ethisch schwierigen Entscheidungssituationen fundiert zu unterstützen  und für ethische Fragestellungen zu sensibilisieren, wurde im vergangenen Jahr ein standortübergreifendes Ethikkomitee der cts Rehakliniken gegründet, das sich aus jeweils zwei Mitarbeitern der vier Standorte zusammensetzt. Vertreten sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Medizin, der Pflege, der klinischen Psychologie, des Sozialdienstes und der Verwaltung. „Dass es mit der Gründung unseres Ethikkomitees  auf vorzügliche Weise gelungen ist, dem Rehaverbund sinnstiftende Strukturen einzuhauchen, erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit“, resümierte Christian Busche.

Um das ethische Spannungsfeld zu vertiefen, war Prof. Dr. Giovanni Maio, Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universität Freiburg, für einen Impulsvortrag eingeladen worden. Unter dem Titel „Warum Ethik in der Rehabilitation?“ sprach er eindrücklich über die Sorge und Fürsorge, die eine wichtige Rolle in der Beziehung zwischen Pflegekräften und Patienten spielen. „Ziel und Verantwortung  der Rehabilitation ist es, den Menschen wieder eine aktive Teilhabe am Leben zu ermöglichen. Auf dem Weg dahin ist der  Aspekt der Sorge zu berücksichtigen“, sagte der Mediziner. Dazu brauche es Vertrauen und eine Begegnung auf Augenhöhe. „Die Aufgabe der Reha besteht auch darin,  die Fürsorge eines Menschen für einen anderen in den Vordergrund zu stellen und zum erfahrbaren Ausdruck zu machen.“

Stephan Manstein gratulierte als Mitglied der cts-Geschäftsleitung zur  Gründung dieses Ethikkomitees: „Dieses Instrument kann einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Leitbildes liefern. Wir sind aufgerufen, gemeinsam nach adäquaten Lösungen zu suchen, die unserer christlich-ethischen Grundhaltung und der ökonomischen Realität gerecht zu werden.“ Bei dieser gemeinsamen Suche  könne ein Ethikkomitee unterstützen – sowohl zum Wohle der Mitarbeitenden, als auch und insbesondere zum Wohle der Menschen, die in unseren Einrichtungen versorgt werden. Manstein dankte allen, die sich im Ethikkomitee engagieren und sagte für die Zukunft die volle Unterstützung des neuen Geschäftsbereichs christliche Unternehmenskultur zu, dessen Leitung er übernehmen wird.

Dr. Oliver Maier-Börries, Vorsitzender des Ethikkomitees und Ärztlicher Direktor der cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH, skizzierte das Komitee als Ausdruck eines lebendigen Rehaverbundkonzeptes. „Als ich mich Ende 2017 bei einem Workshop spontan gemeldet habe, die Gründung eines Ethikkomitees zu organisieren, war mir nicht klar, was alles auf mich zukommen würde.“ Er hob auch die besonderen Verdienste und Bemühungen von Dr. Maria Blatt-Bodewig, Leiterin der Stabsstelle Ethik bei der cts, hervor, ohne deren Hilfe die Grünung nicht möglich gewesen wäre. „Es war zwar viel Arbeit, aber heute sind wir stolz auf das bisher Erreichte“, resümierte Maier-Börries die vergangenen Monate.

Gela Sonnenschein, die seit April 2018 die gemeinsame Geschäftsführung der cts Rehakliniken Baden-Württemberg GmbH mit Christian Busche innehat, schloss mit den Worten: „Wir sind dankbar, dass wir der Ethik einen  Platz in unserem täglichen Arbeiten einräumen dürfen.“ Nach der gelungenen und inspirierenden Premiere eines gemeinsamen Neujahrsempfanges hofft sie, alle  Gäste auch im nächsten Jahr wieder begrüßen zu dürfen.

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Ein Film-Team des SWR Fernsehens in der cts Klinik Korbmattfelsenhof

Das gesellschaftliche Interesse an Menschen, die die Pflege eines hilfsbedürftigen Angehörigen übernehmen, hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Dass die cts Rehakliniken Korbmattfelsenhof und Schlossberg mit ihrem speziellen Vorsorge- und Reha-Konzept ein maßgeschneidertes Angebot für pflegende Angehörige umsetzen, zeigt sich einmal mehr im Interesse der öffentlichen Medien. Zum zweiten Mal ist ein Filmteam in einer unserer Kliniken, um über das Reha-Konzept für die Pflegenden zu berichten.

Das Wissenschaftsmagazin Odysso des SWR Fernsehens, das in seinen Sendungen aktuelle Themen des Zeitgeschehens aufgreift, wird am 07. März 2019 um 21:00 Uhr eine Sendung über die besonderen Belastungen pflegender Angehöriger ausstrahlen. Als ein gelungenes Beispiel für nachhaltige Unterstützung dient unser Konzept für die Pflegenden. Um unser Vorgehen darzustellen, wurde der Gesprächskreis für Pflegende gefilmt und Interviews mit Pflegenden geführt.

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In den nachfolgenden Filmaufnahmen in verschiedenen Bereichen der Klinik zeigten sich die Rehabilitanden und die Mitarbeitenden begeistert vom Medieninteresse. Um den Film möglichst lebendig zu gestalten, ging ein Kollege sogar ins Wasser.

Treffen der Controller der AOK Baden-Württemberg mit dem Management der cts Rehakliniken

Am 11. Juli 2018 trafen sich die Controller der AOK Baden-Württemberg mit Kollegen aus dem Management der cts Rehakliniken zu einem Erfahrungsaustausch zwischen Leistungserbringern und Leistungsträgern. Herr Dr. Wiedemann, Chefarzt der Klinik Schlossberg, informierte über die Indikationen der Klinik, das Aufnahmeverfahren für Rehabilitanden und den Weg eines Patienten durch die Rehabilitation. Bettina Asche erläuterte die Qualitätsanforderungen, denen Rehabilitationskliniken gerecht werden müssen und die damit verbundenen kontinuierlichen externen Prüfungen und Zertifizierungen. Diskutiert wurden Fragen der Nachhaltigkeit und die Bedeutung der Digitalisierung für die Rehabilitation. Brigitte Ilie-Alpert, Managerin der Klinik Schlossberg und Gastgeberin des Meetings, freute sich über einen gelungen Tag, aus dem jede Seite vielfältige Anregungen in den Arbeitsalltag mitnehmen konnte.
 

6. Bad Liebenzeller Firmenlauf

Am 13.06.2018 war es wieder soweit für den Start des 6. Bad Liebenzeller Firmenlaufs.
Die Lauf/ -und Walkinggruppe der cts Klinik Schloßberg war auch wieder mit je 5 Sportlern erfolgreich am Start.
 
Die Strecke (ca. 5 km) führte nach einer kleinen Eröffnungsrunde im Kurpark weiter durch den Kurpark, den SopHi Park, vorbei am Apothekengarten entlang der Nagold und der Minigolfanlage zurück zum Kurhaus.
Diese Strecke durfte dann von allen Sportlern je 3mal absolviert werden.
 
Unsere Walkerin Maria belegte den 3. Platz und das Frauen Walkingteam ebenso Platz 3. Das Frauen Läuferteam kam auf Platz 5 von 17 Frauenmannschaften.
Eine Männermannschaft gab es leider nicht, da nur 2 Herren am Start waren. An der Männerquote muss daher noch gearbeitet werden.
 
Die Saison ist noch nicht vorbei, denn es geht am 20.09. nach Pforzheim und am 26.09. nach Ludwigsburg.

Oberbürgermeisterin Mergen lädt das Unternehmerforum zur "Visite" in Korbmattfelsenhof ein

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Interview mit Dr. Dr. Reiner Baumgärtner, Chefarzt der cts Klinik Korbmattfelsenhof

„Patienten auf ihren Alltag zuhause vorbereiten“
Dr. Reiner Baumgärtner, Chefarzt der cts Reha Klinik Korbmattfelsenhof, legt viel Wert auf Widereingliederung

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Ärzte, Therapeuten und Fachkräfte arbeiten in der cts Klinik Korbmattfelsenhof in Baden-Baden Hand in Hand, um ihren Patienten  eine individuelle, umfangreiche und effiziente Behandlung zu ermöglichen. Dr. Reiner Baumgärtner ist seit 2009 Chefarzt der Rehaklinik, die auf kardiologische Rehabilitation spezialisiert ist.

Am Fuße des Korbmattfelsen kommen Patienten mit überwiegend kardiologischen Leiden, um nach einer Operation wieder fit gemacht zu werden und im besten Fall wieder selbständig den Alltag meistern zu können. „Wir sehen das komplette Spektrum der Kardiologie und Kardiochirurgie. Häufig  sind Patienten nach Bypass- und nach  Herzklappenoperationen, nach OPs an den herznahen Gefäßen, aber auch Patienten mit Kunstherzen bei schwerer Herzschwäche. Von den nicht operierten Patienten stellen Herzinfarktpatienten nach Intervention am Herzkranzgefäßsystem den Löwenanteil“, zählt Dr. Reiner Baumgärtner auf, der seit über 20 Jahren in der Klinik arbeitet und seit 2009 Chefarzt ist.

Ursprünglich kommt Baumgärtner aus Tübingen, wo er auch studiert hat. Seinen Facharzt mit den Schwerpunkten Hämatologie/Onkologie sowie Diabetologie und Intensivmedizin machte er am Bürgerhospital in Stuttgart, bevor er 1996 nach Baden-Baden kam.

In dieser Zeit hat der Mediziner viel erlebt und beobachtet, wie die Patienten immer älter werden. „Die Medizin entwickelt sich stetig weiter. Heute operiert man Patienten, die man früher nicht behandeln konnte“, erklärt der 53-Jährige. „Sie haben mehrere Krankheiten und bräuchten eigentlich eine längere Nachbetreuung. Das, was früher an Nachsorge in den Krankenhäusern gemacht wurde, übernimmt heute wegen der sehr frühen Verlegung zum Teil die Rehabilitation.“ Mit ‚normaler Reha‘, wie man es sich vorstellt, habe das oft nur noch sehr wenig zu tun. „Zu uns kommen zum Teil sehr schwer erkrankte Menschen. Oft liegt unser Hauptaugenmerk auf der Medikamentenanpassung und Einstellung der Geräte, die die Menschen jetzt in sich tragen.“

Als Chefarzt sieht Dr. Baumgärtner jeden der insgesamt 145 Patienten mindestens einmal während seines rund dreiwöchigen Aufenthalts. In Gruppenbesprechungen mit seinen acht ärztlichen Kollegen, den Psychotherapeuten und Pflegekräften werden die Fälle besprochen, um keine Informationsverluste zu haben. „Wir erstellen gemeinsam mit den Patienten ein jeweils passgenaues Konzept mit einem ganz konkreten Ziel, was wir während seines Aufenthalts hier erreichen wollen“, sagt er. „Daran arbeiten wir fachbereichsübergreifend mit dem gesamten Team.“

Jeder Patient bekommt dann ein eigens auf ihn zugeschnittenes Therapieprogramm, bestehend aus Gruppen- und Einzeltherapie, ärztlichen Untersuchungen, Massagen, Vorträgen und vielem mehr. „Gruppentherapie macht den Patienten oft mehr Spaß als alleine zu trainieren“, weiß Baumgärtner. „Viele Patienten haben früher nie Sport gemacht, für sie ist es besonders wichtig, ihre Alltagsaktivitäten langsam wieder zu steigern.“ Sport ist für den Arzt ein „Universalspezifikum“, es sei für fast alles gut und hat wenig Nebenwirkungen: „In der Kardiologie war Ausdauer schon immer der klassische Sport. Früher sagte man, Krafttraining würde das Herz schädigen. Aber seit Ende der 90er Jahre weiß man, dass es auch viel Guten tun kann.“ Für die Zeit nach dem Klinikaufenthalt gibt er die Empfehlung, sich einer ambulanten Herzgruppe anzuschließen.

Rund 15 Betten sind in Korbmattfelsenhof für pflegende Angehörige reserviert. Dieses besondere Programm soll Entlastung und Vorsorge verbinden. „Pflegende Angehörige sind in ihrem Alltag besonderen Belastungen ausgesetzt“, erklärt Dr. Reiner Baumgärtner. „Unser Ziel ist es, die körperliche und seelische Gesundheit nachhaltig zu stärken.“ Neben medizinischer Betreuung gibt es dazu ein umfangreiches Angebot von Psychologischer Beratung über Ernährungsberatung und Entspannung bis hin zu Wasseranwendungen, Bewegungs- und Sporttherapie. Das Programm sei eine gute Ergänzung, findet Baumgärtner.

Damit der Erfolg der Behandlungen lange erhalten bleibt, werden die Patienten darin unterstützt, auch nach der Rehabilitation Möglichkeiten der nachstationären Therapie in Eigenregie wahrzunehmen. „Bei der Auswahl des persönlichen Nachsorgeprogramms stehen die individuellen Möglichkeiten unserer Patienten im Mittelpunkt. Gemeinsam mit ihnen wird die Nachsorge geplant“, sagt der Chefarzt, dem es ein besonderes Anliegen ist, dass es Zuhause weiter geht. „Mit steigender Zahl von Eingriffen hat auch die Bedeutung der Reha zugenommen“, so Baumgärtner. „Heutzutage gibt es dank moderner Medizin immer komplexere Eingriffe  und oft wird mit den Patienten nicht ausreichend besprochen, was das für ihr weiteres Leben bedeutet. In Korbmattfelsenhof wollen wir sie mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, auf ihren weiteren Alltag vorbereiten.“

Interview mit Dr. Markus Wiedemann dem neuen Chefarzt in der cts Klinik Schlossberg

„Erfolgreiche Konzepte weiterführen, aber auch Neues wagen“
Dr. Markus Wiedemann ist seit 1. Juli neuer Chefarzt in der cts Klinik Schlossberg

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Seit 1. Juli verstärkt Dr. Markus Wiedemann als Chefarzt die cts Klinik Schlossberg in Bad Liebenzell mit seiner Fachexpertise. Der 42-Jährige wird zum Jahreswechsel Dr. Karlheinz Tschuran ablösen, der seit 1989 Chefarzt in Bad Liebenzell ist und im kommenden Jahr in Rente geht. Im Interview erzählt Dr. Wiedemann von seinen Vorstellungen für die Zukunft.

Haben Sie sich bewusst dafür entschieden, die Klinik einige Monate bis zum Ausscheiden von Dr. Tschuran in Doppelspitze zu führen?

Wiedemann:  Ja, das haben wir. Und es ist auch für mich eine große Chance, Seite an Seite mit jemandem zu arbeiten, der so viel Erfahrung hat und so viele Entwicklungen in der Reha miterlebt hat. Davon kann ich nur profitieren. Ich selbst bin ein absoluter Team-Player. Meiner Meinung nach beruht Medizin vor allem auf guter Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen.

Wo haben Sie bisher gearbeitet?

Wiedemann: Bis zum Sommer war ich in den Sankt Rochus Kliniken in Bad Schönborn beschäftigt. Mit dieser Klinik sowie zwei weiteren Kliniken in Baden-Baden und Wittnau bei Freiburg bildet die Klinik Schlossberg innerhalb des cts-Konzerns einen Reha-Verbund. Die Kliniken können voneinander lernen und profitieren.

Was ist Ihr Spezialgebiet?

Wiedemann: Ich bin Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, meine Spezialgebiete sind Schultern, Hüften und Knie. Ich habe aber auch eine Zusatzbezeichnung als Sozialmediziner. In dieser Fachrichtung geht es darum, Maßnahmen zu ergreifen um Arbeitnehmer länger im Arbeitsleben halten zu können oder ihnen durch einen Reha-Aufenthalt die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen. Gerade für die Verhandlungen mit der Rentenversicherung als Kostenträger ist dieser Aspekt sehr wichtig.

Was steht bei Ihnen als erstes auf der Agenda, was werden Sie an Ihrer neuen Wirkungsstätte angehen?

Wiedemann: Als erstes will ich ankommen und das Team kennenlernen. Die erfolgreichen bestehenden Konzepte werden natürlich weitergeführt, insbesondere die Reha für pflegende Angehörige, die ein Alleinstellungsmerkmal dieser Klinik ist.

Aber Sie wollen auch Neues angehen?

Wiedemann: Richtig. Für das kommende Jahr haben wir die Etablierung eines Competence Center Orthopädische und Psychosomatische Reha (CCOP) geplant. Wir sehen gerade bei den Orthopädie-Patienten viele Komorbiditäten im psychischen Bereich, die sich durch die oft jahrelangen chronischen Schmerzen entwickelt habe. Die Kombination der Behandlung von orthopädischen und psychischen Erkrankungen wird in Deutschland noch sehr selten angeboten, aber wir sehen hier einen riesigen Bedarf. Wir sind gerade dabei, ein Konzept zu entwickeln und die strukturellen Voraussetzungen zu schaffen und dann werden wir auf die Leistungserbringer zugehen.

Gibt es noch weitere Ideen?

Wiedemann: Mir schwebt auch ein Angebot zum betrieblichen Gesundheitsmanagement vor. Ich habe die Vorstellung, mit Firmen in der Umgebung in Kontakt zu treten, um gemeinsam Programme und Konzepte zur Prävention zu erarbeiten. Firmen könnten ihre Arbeitnehmer trainieren, schulen und Phasen der Entlastung schaffen, zum Beispiel durch einwöchige Reha-Aufenthalte. Quasi eine ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘.

Derzeit stehen ja auch bauliche Veränderungen in Bad Liebenzell an.

Wiedemann: Genau, da stecken wir mitten drin. Die ersten Baumaßnahmen wurden bereits durchgeführt, weitere werden folgen. Insgesamt neun Millionen Euro investiert unser Träger, die Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken, in die Rehaklinik. Im Bettenhaus wird es zukünftig 130 moderne Patientenzimmer und in jedem Flur einen Aufenthaltsraum geben. Auch öffentliche Bereiche der Klinik werden saniert und modernen Standards angepasst, wie z.B. die Cafeteria und der Speisesaal. Der ‚Spinatbunker‘, wie das Haus am Hang  heißt, wird in diesem Zuge eine weiße Fassade erhalten.

Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen?

Wiedemann: Ich freue mich. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man einen starken Träger im Hintergrund hat, der zukunftsträchtige und sinnvolle Entscheidungen trifft und auch bereit ist, in diese zu investieren. So können wir uns auf dem Reha-Markt eine gute Position erarbeiten.

Neuer Chefarzt Dr. Wiedemann strebt ganzheitliche Behandlung der Patienten an

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Informationsabend "Das schwache Herz" 15.11.2017

Herzwoche Web

TOP-Referenten aus der Herzchirurgie und Kardiologie informieren über Herzschwäche und die unterschätzte Gefahr, sowie über moderne Therapieformen.

Dr. med. Reiner Baumgärtner:
Moderne Herzinsuffizienz-Therapie

Prof. Dr. med. Uwe Mehlhorn:
Das schwache Herz -
Ursache, Diagnostik, Prävention, Therapieformen

Ort: Großer Konferenzraum

Die Teilnahme ist kostenlos!

6. Ludwigsburger AOK Firmenlauf 2017

Bei dem 6. Ludwigsburger AOK Firmenlauf gingen am 27.9.17 bei sonnigem Wetter die Läufer/-innen und Walker/-innen der cts Klinik Schloßberg, Korbmattfelsenhof sowie von der Rochus Klinik an den Start. Die abwechslungsreiche Strecke verlief vom Ludwigsburger Residenzschloss durchs Blühende Barock rund um den Favoritepark zurück ins Schloss, dazu war die Veranstaltung vom Catering bis hin zum Rahmenprogramm eine rundum gelungener Event und somit ein schöner Abschluss für die Firmenlaufserie 2017. In 2018 werden die cts Mitarbeiter/-innen auf jeden Fall wieder dabei sein.

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Erfolgreiche Laufgruppe

Am 21. September 2017 nahm unsere cts Laufgruppe am Pforzheimer AOK Firmenlauf teil. Auch in diesem Jahr sind bei sonnigen 18 Grad alle Sportler der Gruppe an den Start gegangen und Herr Gräßle hat in der Kategorie M 60 sogar den respektablen 1. Platz belegt. Das nächstes Ziel der starken Gruppe: der 6. AOK Firmenlauf in Ludwigsburg am 27. September 2017.

 

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Krankenhaus erhält neue Aufgaben

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Auf die Haltung kommt es an

„Arbeitsbedingungen gesund gestalten“. Mit diesem Thema beschäftigten sich Fachleute auf einer Tagung der IG-Metall am 26. Juli 2017 in Reutlingen. Experten aus Medizin, Arbeits- und Verbraucherschutz sowie aus Politik und Gesundheit suchten nach zukunftsweisenden Lösungen für die Arbeitswelt.

Chefarzt Dr. Markus Wiedemann (cts Klinik Schlossberg) erörterte in einer Podiumsdiskussion die Herausforderungen, die bei der Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen zu berücksichtigen sind.

Im Foyer standen weitere Expertinnen unserer cts Reha-Kliniken den Besuchern der Tagung Rede und Antwort. Von besonderem Interesse waren dabei die Leistungen, die in den cts Kliniken im Rahmen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) angeboten werden. Menschen mit orthopädischen, kardiologischen und neurologischen Leiden lernen in unseren Kliniken den richtigen Umgang mit Belastungen und wie man sich als Arbeitnehmer fit hält für die Herausforderungen des Arbeitslebens. Dabei kommt es ganz klar auf die Haltung an. Nicht nur richtiges Heben und Tragen, auch die seelische Widerstandskraft kann eine Rolle spielen. Rehabilitation unterstützt Arbeitnehmer dabei, den beruflichen Herausforderungen gewachsen zu sein.

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